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Aus der Stadt Region steckt 50 Millionen in Schuldenabbau
Hannover Aus der Stadt Region steckt 50 Millionen in Schuldenabbau
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00:15 10.05.2015
Von Mathias Klein
Regionspräsident Hauke Jagau Quelle: Surrey
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Hannover

Die Region Hannover kommt beim Abbau der Schulden weiter voran. Finanzdezernentin Andrea Fischer kann in diesem Jahr 50,7 Millionen Euro zum Abzahlen von Verbindlichkeiten verwenden, das sind 22,9 Millionen Euro mehr als im Haushaltsplan des vergangenen Jahres vorgesehen. Das hat Fischer am Mittwoch bei der Vorstellung des Jahresabschlusses für den Regionshaushalt 2014 mitgeteilt.

Auf den Haushalt wirken sich vor allem die Ergebnisse der Verkehrsbetriebe positiv aus. Der Zuschussbedarf für Üstra und Infra sank im Vergleich zur Planung um 18,2 Millionen Euro auf 42,1 Millionen Euro, für Busse und S-Bahnen sanken die prognostizierten Zuschüsse um 5,1 auf 97,1 Millionen Euro. Günstig wirkt sich außerdem ein Plus von 10,1 Millionen Euro bei den Schlüsselzuweisungen aus.

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„Damit kann sich die Region das vierte Jahr in Folge entschulden“, sagte Regionspräsident Hauke Jagau. Im Jahr 2011 lag die Gesamtverschuldung noch bei über einer Milliarde Euro, derzeit liegt sie bei unter 800 Millionen Euro.

Kosten für Flüchtlinge steigen erheblich

Zu Hilfe kommen der Region auch die extrem niedrigen Zinsen. Für die Investitionskredite rechnen die Finanzexperten derzeit mit einem Zinssatz von deutlich unter 3 Prozent. Bei den Liquiditätskrediten liegt der Zinssatz derzeit sogar bei deutlich unter einem Prozent.

Durch den bisherigen Abbau der Schulden habe sich die Region in „erheblichem Maße Zukunftsperspektive erarbeiten können“, betonte der Regionspräsident. Es müsse jedoch weiterhin am Schuldenabbau gearbeitet werden. Für dieses Jahr hatte die Regionsversammlung einen ausgeglichenen Haushalt mit einem Volumen von 1,5 Milliarden Euro verabschiedet. Jagau hofft, dass im Laufe des Jahres noch 25 Millionen Euro eingespart werden können.

Zu schaffen machen der Region allerdings die Kosten für die Flüchtlinge, die sie für alle Umlandkommunen trägt. Im vergangenen Jahren waren dafür 16 Millionen Euro nötig, 8 Millionen mehr als kalkuliert.

Andreas Schinkel 06.05.2015
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