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Aus der Stadt Die Region ist jetzt eine „europäische Talentschmiede“
Hannover Aus der Stadt Die Region ist jetzt eine „europäische Talentschmiede“
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00:16 16.12.2016
Perspektiven entwickeln: Ausbildungslotse Jonas Ette mit seinen Schülern Mustafa Sahin (links) und Nima Behzad.Foto: Hagemann (Archiv)
Perspektiven entwickeln: Ausbildungslotse Jonas Ette mit seinen Schülern Mustafa Sahin (links) und Nima Behzad. Quelle: Insa Cathérine Hagemann
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„Damit spielen wir in einer Liga mit Paris, London, Madrid oder Zürich“, frohlockt Wirtschaftsdezernent Ulf-Birger Franz. In Deutschland wurden außer Hannover nur noch Berlin und Kiel als „Talentschmieden“ ausgezeichnet.

Die vergebene Auszeichnung honoriere enorme Anstrengungen, sagt Franz. 40 Projekte liefen jährlich parallel, für die die Region rund 1,8 Millionen Euro ausgebe. Außer dem Gewinnen von Nachwuchskräften und dem Erleichtern des Übergangs von der Schule ins Berufsleben spiele vor allem die Sicherung von Fachkräften für kleine und mittlere Unternehmen eine wichtige Rolle. Auch Qualifizierungsprogramme für eine konstante Weiterbildung der Fachkräfte sowie das Rekrutieren von Personal durch Zuwanderung seien in der Region wichtige Themen.

Ausbildungslotsen sind bewährt

Seit zwei Jahren forciert die Region beispielsweise das Projekt Ausbildungslotsen: An 19 Schulen in Hannover und dem Umland werden Jugendliche beim Übergang von der Schule ins Berufsleben von Mitarbeitern unterstützt. 2017 kommen vier weitere Schulen dazu. Auch das Ausbildungsportal „Azubi21“, in dem alle Ausbildungs- und Praktikumsplätze in der Region zu finden sind, habe bei der Bewertung durch die Kommission eine Rolle gespielt.

Basis der Auszeichnung ist eine Studie der Universität Insead aus dem französischen Fontainebleau, die in ihrem „European Cities Talent Competitiveness Index“ 27 Großstadtregionen aus ganz Europa für ihr Engagement im Bereich Fachkräftesicherung und Nachwuchsrekrutierung ehrt. Die Region Hannover landete in der Gesamtwertung auf Platz 18. Franz hob hervor, dass viele andere Metropolen „aus sich heraus eine große Attraktivität“ hätten. Hannover hingegen müsse für die gleiche Liga mehr tun.

In Bilbao wurde die Vielzahl an Projekten und Maßnahmen, mit der sich die Region um Fachkräftepotenziale kümmert, besonders hervorgehoben. In diesem Teilindex belegt Hannover sogar Platz vier von den 27 Städten. „Das ist ein schöner Erfolg“, sagt Franz. „Wir wollen auch in Zukunft nicht nur leere Ausbildungsplätze füllen, sondern die Talente der jungen Leute fördern.“ Dafür sei die Fachkräfteallianz und ein Netzwerk mit vielen Partnern notwendig.

Julia Polley

Tobias Morchner 13.12.2016