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Aus der Stadt Region eröffnet neue Orientierungsberatung
Hannover Aus der Stadt Region eröffnet neue Orientierungsberatung
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04:15 30.06.2017
Von Jutta Rinas
Sie bieten Hilfe: Gabriele Allgeier (DRK Region), Gabriele Schuppe (AWO Region), Andreas Schubert (Caritasverband), Hauke Jagau (Regionspräsident), Sybille Nass (Kargah), Frank Hülsemann (Diakonisches Werk). Foto: Kutter Quelle: Katrin Kutter
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Hannover

„Herzlich willkommen“, „Karsilama“, „Dobrodosli“. Deutsch, Türkisch, Kroatisch: Den Flyer der neuen Orientierungsberatung für Zugewanderte der Region Hannover zieren Willkommensgrüße in vielen verschiedenen Sprachen. Allen, die in Hannover ankommen und keinen deutschen Pass haben, aber auch Zuwanderern, die länger hier sind, und sogar denjenigen, die das Land wieder verlassen müssen, will die Beratungsstelle künftig mit Informationen zur Seite stehen.

Das neue Angebot, das am 1. Juli seine Arbeit aufnimmt, ist direkt in der Ausländerbehörde der Region Hannover, Maschstraße 17, angesiedelt. Auch die Öffnungszeiten liegen parallel. In den Erstgesprächen in der Behörde tauchten oft Fragen auf, die in einem umfassenderen Gespräch geklärt werden müssten, sagte Regionspräsident Hauke Jagau gestern. Um Problemlagen passgenau zu lösen, sei es sinnvoll, sie an Ort und Stelle zu erörtern und die Zugewanderten nicht an eine weiter weg gelegene Stelle zu verweisen. Sich in einer fremden Sprache, mit einem fremden Schulsystem, jeder Menge Behörden und Anträgen auseinanderzusetzen sei schwierig, sagte Andreas Schubert vom Caritasverband Hannover. Schnell gehe die Orientierung verloren. Da setze die Beratung an: mit Informationen über Deutschkurse oder Sport- und Freizeitangebote genauso wie solchen zur Aufenthaltsgenehmigung oder zum Asylverfahren.

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Fünf Institutionen der Region, die regelmäßig mit Fragen der Zuwanderung befasst sind, werden künftig abwechselnd in der Beratungsstelle tätig sein: die AWO Region Hannover, Kargah e.V., das Deutsche Rote Kreuz, das Diakonische Werk und der Caritasverband. Die Region fördert das Angebot mit 50 000 Euro jährlich. Bei der Ausländerbehörde der Landeshauptstadt gibt es bereits eine ähnliche Clearingstelle. Diese wird nach Angaben von Gabi Schuppe von der AWO Region Hannover bislang vor allem wegen der räumlichen Distanz nicht genutzt. In den 20 Umlandkommunen der Region Hannover leben derzeit 65 000 Zuwanderer.

Michael Zgoll 06.07.2017
Gunnar Menkens 30.06.2017
Tobias Morchner 30.06.2017