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Aus der Stadt Region kauft Wolfsanhänger für 10.000 Euro
Hannover Aus der Stadt Region kauft Wolfsanhänger für 10.000 Euro
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08:34 04.04.2016
Von Bernd Haase
Ein Wolf im Deister? Nach einer angeblichen Sichtung gibt es keine neuen Hinweise darauf. Quelle: Ingo Wagner
Hannover

Der beabsichtigte Kauf geht auf eine Initiative von Politikern von SPD, CDU und Grünen zurück. „Für den Umgang mit verletzten Wölfen gilt ein kompliziertes Regelwerk“, erläutert Regionssprecher Klaus Abelmann. Hat ein Autofahrer einen Unfall mit einem der Grautiere, und bleibt dieses verletzt an Ort und Stelle, muss er der nächsten Polizeidienststelle Meldung erstatten. Diese wiederum hat den Amtstierarzt zu informieren, und nur der Veterinär darf anhand der Verletzungen des Tieres entscheiden, ob ein Fangschuss angebracht ist oder ob ein Transport zu einem Tierarzt zwecks Behandlung noch sinnvoll ist.

Warum man auch für einen Wolf einen Spezialanhänger braucht, erschließt sich nicht und geht aus einer Beschlussvorlage für den Umweltausschuss der Regionsversammlung auch nicht hervor. Anders sieht es aus, wenn es um einen verletzten Wolf geht. „Es muss ein sicherer und fachgerechter Transport für Mensch und Tier gewährleistet sein“, heißt es in der Vorlage. Der Anhänger verfügt über spezielle Wände; sein Innenraum ist in mehrere Boxen unterteilbar. Zur Ausrüstung zählen Stabschlingen, Fangnetze und wolfsbissfeste Schutzhandschuhe.

Der Anhänger soll deshalb im nördlichen Regionsgebiet stehen, weil dieses an die Wolfsgebiete im Heidekreis und in den Kreisen Nienburg und Celle anschließt. Er könnte dort gegen Kostenerstattung bei Bedarf zum Einsatz kommen. In der Region Hannover leben Wölfe im Raum Burgwedel-Fuhrberg, auch in der Wedemark wurden schon Tiere nachgewiesen. Im April vergangenen Jahres war ein Wolf bei Großburgwedel auf der Autobahn von einem Sattelzug überfahren worden. Die Unfallaufnahme verlief vorschriftsmäßig im Beisein der Wolfsbeauftragten des Landes, Britta Habbe.

Keine neuen Hinweise auf Westwolf: Ob sich mittlerweile auch ein Wolf in der Deisterregion herumtreibt, ist weiter zweifelhaft. In der Karwoche hatten drei Anwohner aus den Barsinghäuser Ortsteilen Landringhausen und Wichtringhausen gemeldet, sie hätten ein wolfsähnliches Tier gesichtet. „Bisher sind aber keine Spuren wie beispielsweise Wolfskot gefunden worden“, sagt Habbe. Wäre am Deister tatsächlich ein Wolf unterwegs, wäre er der erste im Gebiet südwestlich von Hannover.

Die Holländer und der Wanderwolf

Der Streit, der sich im Nachhinein um den Kadaver des Tieres entzündet hatte, ist zu Ende. Die Burgdorfer Jägerschaft, die ihn ausstopfen und zu Schulungszwecken nutzen wollte, zieht den Kürzeren. Das Tier, bekannt geworden unter dem Spitznamen Wanderwolf, bleibt im Museum Naturalis im holländischen Leiden. Der Wolf war auf seinen ausgedehnten Streifzügen bis ins Nachbarland vorgedrungen und dort als erster seiner Art nach langer Zeit vorstellig geworden. „Die Holländer haben glaubhaftes kulturhistorisches Interesse geltend gemacht“, sagt Regionssprecher Abelmann.

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