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Aus der Stadt Region setzt neue Mietobergrenzen fest
Hannover Aus der Stadt Region setzt neue Mietobergrenzen fest
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00:15 25.04.2015
Von Mathias Klein
In den Kommunen der Region gelten demnächst höhere Mietobergrenzen für Sozialhilfeempfänger. Quelle: Arno Burgi
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Hannover

Es fehlt jetzt noch das endgültige Votum der Regionsversammlung, das gilt jedoch als Formsache.

Demnach steigt beispielsweise die Mietobergrenze für einen Einpersonenhaushalt in Hannover um 8 Euro von 364 auf 372 Euro pro Monat an. Der Zuschuss bezieht sich jeweils auf die Bruttokaltmiete. Außerdem zahlt die Region den sogenannten Bedarfsgemeinschaften 1,50 bis 2 Euro Heizkosten pro Quadratmeter. Deutlicher steigen die Mietobergrenzen für eine Person in Springe (um 32 auf 355 Euro), in Lehrte (um 28 auf 372 Euro), in Laatzen (um 16 auf 389 Euro) und in Langenhagen (um 11 auf dann 364 Euro). Außerdem ist vorgesehen, in 16 der 23 Regionskommunen die Mietobergrenzen für Haushalte mit vier Personen zu erhöhen. Hier gibt es auch den kräftigsten Anstieg: In der Wedemark erhalten Haushalte mit vier Personen künftig 110 Euro mehr.

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„Die neuen Werte zeigen, dass der Wohnraum für größere Familien teurer wird und in diesem Segment von einer echten Steigerung der Mieten auszugehen ist“, sagte Sozialdezernent Erwin Jordan bei der Vorstellung der neuen Mietobergrenzen. Die neuen Beträge bedeuten jedoch nicht unbedingt, dass der Quadratmeterpreis, den die Region zahlt, niedrig ist. Die maximale Größe einer Wohnung für eine Person liegt bei 50 Quadratmetern. Wenn ein Sozialhilfeempfänger beispielsweise in Hannover eine Wohnung mit nur 40 Quadratmetern bewohnt, zahlt die Region dafür bis zu 9,30 Euro pro Quadratmeter. Die neuen Mietobergrenzen wurden auf Grundlage der Mietspiegel der einzelnen Kommunen berechnet. Diese Richtwerte werden alle zwei Jahre neu festgesetzt.

Bisher stehen in der Landeshauptstadt und im Umland allen Sozialhilfeempfängern nach Angaben des Sozialdezernenten auch entsprechende Wohnungen zur Verfügung. Jordan machte jedoch deutlich, dass die Zahl der zur Verfügung stehenden Wohneinheiten stetig abnimmt.

In der Region gibt es derzeit insgesamt rund 62 000 Bedarfsgemeinschaften, die das Geld für die Miete ihres Wohnraums von der Region erhalten. Für dieses Jahr sind dafür im Haushalt 281 Millionen Euro vorgesehen. Davon trägt die Region selbst rund 175 Millionen Euro, der Rest kommt vom Bund und vom Land.

 

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