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Aus der Stadt Regionspräsident Jagau offen für die Linken
Hannover Aus der Stadt Regionspräsident Jagau offen für die Linken
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20:41 26.12.2010
Regionspräsident Hauke Jagau.
Regionspräsident Hauke Jagau. Quelle: Ralf Decker (Archiv)
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Regionspräsident Hauke Jagau gibt sich vor der Kommunalwahl am 11. September kommenden Jahres offen für mögliche Koalitionsgespräche mit allen politischen Lagern außer mit dem Bürgerforum. „In Gesprächen sollte man schauen, ob es eine vernünftige Grundlage für eine mehrjährige Zusammenarbeit gibt“, sagte Jagau. Dabei schloss er auch die Linken nicht aus. „In allen Fraktionen haben sie vernünftige und unvernünftige Leute“, sagte der SPD-Politiker. Es sei falsch, bestimmte Koalitionen schon im Vorfeld einer Wahl auszuschließen.

Jagau rechnet derzeit nicht damit, dass das bürgerliche Lager aus CDU und FDP eine Mehrheit erhält. „Ich kann nur hoffen, dass die in Berlin so weiterdilettieren“, sagte er. Bei den Bürgern sei derzeit keine Wechselstimmung zu spüren.

Bisher verfügen SPD und Grüne in der Regionsversammlung über eine hauchdünne Mehrheit von einer Stimme – nämlich der des Regionspräsidenten. Auch vor diesem Hintergrund buhlt die CDU schon seit einer guten Weile um die Gunst der Grünen. „Mit ihnen haben wir sehr viel mehr Gemeinsamkeiten als mit der SPD“, sagt Regionschef Hendrik Hoppenstedt.

Derweil schließt Regionspräsident Jagau eine Kandidatur für das Amt des Ministerpräsidenten bei der Landtagswahl 2013 aus: „Ich fühle mich in meiner Aufgabe richtig wohl“, sagt er. Ein großer Vorteil als Regionspräsident sei, dass er noch einen Rest Freizeit habe, den er sich gerne bewahre.

Mathias Klein und Felix Harbart