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Aus der Stadt Register findet Spender für Blutkrebsfall
Hannover Aus der Stadt Register findet Spender für Blutkrebsfall
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21:30 30.07.2014
Pressesprecher Carlo Kallen wird Stammzellen spenden.
Pressesprecher Carlo Kallen wird Stammzellen spenden. Quelle: Christian Link
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Hannover

Mit dem Entenrennen soll vor allem auf die Dringlichkeit von Typisierungsaktionen und Notwendigkeit von Stammzellenspenden hingewiesen werden. Dass solche Veranstaltungen durchaus erfolgreich sind, zeigt nun der Enercity-Pressesprecher Carlo Kallen. „2003 war ein Kollege an Krebs erkrankt, und etliche Kollegen haben sich registrieren lassen“, erinnert sich Kallen. Nun wurde der 48-Jährige ausgewählt, um zu helfen - die genetischen Daten passen. Schon in den kommenden Tagen bekommt er in der Medizinischen Hochschule Hannover täglich Spritzen, die die Produktion von Stammzellen erhöhen.

In etwa einer Woche werden sie dann bei einer Art Blutwäsche entnommen und an eine an Blutkrebs erkrankte Person weitergegeben. Der Empfänger bleibt anonym. „Erst nach zwei Jahren werden Spender und Empfänger gefragt, ob sie Kontakt haben möchten“, erzählt Kallen. Eventuelle finanzielle Ausfälle im Beruf ersetzt das NKR. Angst vor Nebenwirkungen wie Gelenkschmerzen hat Kallen nicht. „Ich habe einen Organspendeausweis, spende Blut. Man sollte helfen, wenn man es kann.“

Stadtwerke-Vorstandsvorsitzender Michael Feist unterstützt das Engagement seiner Angestellten. „Dank weltweit vernetzter Spenderregister wie dem NKR gibt es realistische Heilungsaussichten für die von Leukämie Betroffenen. Sie helfen bei der Suche nach der sprichwörtlichen Nadel im Heuhaufen“, sagt Feist. Je mehr Menschen bereit seien, sich mit Gewebemerkmalen in ein solches Register eintragen zu lassen, desto größer ist die Chance, für die an Blutkrebs Erkrankten einen passenden Spender zu finden.

Jan Sedelies

Michael Zgoll 30.07.2014
Andreas Schinkel 30.07.2014
Tobias Morchner 30.07.2014