Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Kaffeeklatsch an der Werkbank
Hannover Aus der Stadt Kaffeeklatsch an der Werkbank
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 17.05.2014
Die Werkstatt ist gut ausgerüstet. Quelle: Küpper
Hannover

Der Toaster ist kaputt. Und jetzt? Bei Olaf Düvel fliegt das Gerät nicht sofort in den Müll. Denn wozu etwas wegwerfen, was man vielleicht mit wenigen Handgriffen wieder funktionstüchtig machen kann? Aber nicht jeder kennt sich so gut in der Technik aus wie der gelernte Tischler und Hobbybastler Düvel. Deshalb öffnet am Sonnabend im Gebäude der Nordstädter Werk-statt-Schule in der Kniestraße 10 das erste Repair-Café im Stadtgebiet. Einmal im Monat reparieren hier ehrenamtliche Bastler wie Düvel kaputte Gegenstände, die die Gäste mitbringen; vom Fahrrad über den Holzstuhl bis zum Radio.

Die Idee stammt ursprünglich aus den Niederlanden. Dort sind die Bastler-Cafés ein Dauerbrenner. Das Nordstädter Repair-Café ist das zweite, das der Verein Werk-statt-Schule nun in der Region Hannover einrichtet. Auf dem Gelände des Hemminger Freibads hat es vor Kurzem einen ersten Testlauf gegeben, bald soll auch Garbsen ein Repair-Café bekommen. „Im Gegensatz zu Hemmingen haben wir aber den Vorteil, dass es hier schon Werkzeug gibt und die Gäste keins mitbringen müssen“, sagt Organisator Vel­ten Wil­harm. Besonders die Spezialwerkzeuge wie die Schweißgeräte oder das Oszilloskop zum Erfassen von Störungen in Elektrogeräten dürften auf Interesse stoßen, glaubt er.

Zwölf Ehrenamtliche hat Wilharm bisher für seine Idee gewinnen können. Sie werden am Sonnabend Kaffee und Kuchen anbieten, beraten und natürlich reparieren. Düvel ist ein Spezialist in Sachen Holz. Er hat das Tischlerhandwerk und Feinmechanik gelernt und mehrere Jahre an einer Hauptschule Werkunterricht gegeben. Er weiß, wie man Technik verständlich erklärt. Denn das Repair-Café ist keine kostengünstige Alternative zur Werkstatt. Da hier ehrenamtlich gearbeitet wird, bitten die Bastler um eine Spende für ihre Hilfe. Doch sie versuchen in erster Linie, den Kunden zu zeigen, wie diese ihre kaputten Dinge selbst instand setzen können. „Das ist meist gar nicht so schwierig. Man muss sich nur einmal zeigen lassen, wie es geht“, sagt Düvel.

Der Ansicht ist auch sein Kollege Jörg Proske. Er arbeitet als Dachdeckermeister und bastelt in seiner Freizeit gern an handwerklichen Projekten. Sein nächstes Vorhaben ist etwa eine computergesteuerte Fütterungsanlage für die Rennmäuse seiner beiden Kinder. Mit Wilharm ist er seit vielen Jahren befreundet und war sofort bereit dazu, seine Expertise im Repair-Café einzubringen. Doch er will nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch selbst den ein oder anderen Kniff lernen. „Was die computertechnischen Dinge angeht, könnte ich zum Beispiel noch ein paar Tipps gebrauchen.“ Dafür kennt er sich mit der Schweißtechnik aus und hat auch auf drehmechanische Fragen Antworten parat. Er glaubt, dass es viele Menschen gibt, die gern selbst ihre kaputten Gegenstände reparieren würden, denen aber das Werkzeug und die Kenntnisse dafür fehlen. „Die Frage ist, wie viele von diesen Leuten machen den Schritt und kommen mit ihrem Problem ins Café?“

Für solche, die zwar wissen, wie sie ihr Problem beheben können, aber keinen Bastelkeller haben, ist die Werkstatt auch außerhalb des Repair-Cafés eine gute Anlaufstelle. Denn Hobbybastler können sie in jeder Woche mittwochs bis freitags von 16 bis 20 Uhr gegen Gebühr nutzen. Ratschläge und Tipps bekommen sie zu dieser Zeit auch, allerdings sollten sie grundlegende handwerkliche Fähigkeiten mitbringen.

Von Isabel Christian

Ausgeliehene Fachlektüre und immer wieder Kopien machen: Als Student kann man in der Bibliothek der Uni viel Geld lassen. Ein Informatikstudent hat nun für die HAZ die Sicherheit der Ausweise der Unibibliothek geprüft – und sie geknackt. Das Problem: ein veraltetes Datensystem.

Bärbel Hilbig 14.05.2014
Aus der Stadt Eröffnung der Badesaison - Hannovers Seen sind sauber

Auch wenn das Wetter noch nicht sommerlich scheint: Am Donnerstag wird offiziell die Badesaison eröffnet. Die Hygieneinspektoren der Stadt geben grünes Licht. In den Badeseen der Region fanden sie weder gesundheitsschädliche Keime noch Blaualgen. Die Wasserqualität ist einwandfrei.

Tobias Morchner 17.05.2014
Deutschland / Welt Alles Wichtige zum Urnengang - Der große Wahlsonntag

Der Wahlmarathon vom Sonntag ist vorbei: Zeitgleich wurde das Europa-Parlament gewählt, der Regionspräsident in Hannover sowie ein neuer Bürgermeister in mehreren Kommunen des Umlands. Hier lesen Sie alles, was am Wahltag passiert ist: Alle Ergebnisse, alle Hintergründe, die Stichwahlen.

26.05.2014