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Aus der Stadt Rita Maria Rzyski ist neue Schuldezernentin
Hannover Aus der Stadt Rita Maria Rzyski ist neue Schuldezernentin
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00:18 11.10.2015
Von Andreas Schinkel
Rita Maria Rzyski ist Hannovers neue Schuldezernentin. Quelle: Thomas
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Hannover

18 Ratsmitglieder votierten dagegen, die CDU geschlossen. Zwei Enthaltungen gab es. "Wir haben geschlossen gegen Frau Rzyski gestimmt, weil sie die Einheitsschule befördern will", sagte CDU-Ratsherr Maximilian Oppelt am Rande der Ratssitzung.

Rzyski ist damit für acht Jahre gewählt und kümmert sich um die Bereiche Kita, Familie, Jugendhilfe, Schule und VHS. Sie tritt ihre Stelle am 1. November an. Rzyskis Vorgängerin, Schul- und Kulturdezernentin Marlis Drevermann (SPD), scheidet am 31. Oktober aus dem Amt. Ihr Dezernat wird aufgeteilt. Die Kulturverwaltung wird dem Personaldezernat von Harald Härke zugeschlagen, der Bereich Schule ins neue Bildungsdezernat von Rzyski integriert.

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Ausschreibung einer neuen Sozial- und Sportdezernentenstelle

Zugleich hat der Rat die Ausschreibung einer neuen Sozial- und Sportdezernentenstelle beschlossen. Zum 1. März 2016 wird damit der Nachfolger von Sozialdezernent Thomas Walter (SPD) inthronisiert. Die Opposition stimmte komplett gegen die Stellenausschreibung. "Im Sozialdezernat wurde bisher gute Arbeit geleistet, jetzt steht Herr Walter vor einem Scherbenhaufen", sagte CDU-Fraktionsvize Kerstin Seitz. Damit spielt sie darauf an, dass auch das Sozialdezernat Federn lassen muss.

Die Jugendhilfe und die Kita-Betreuung wird dem neuen Ressort von Rzyski zugeschlagen. Das Sozialdezernat bekommt zusätzlich den Sportbereich. "Es ist zynisch, von einem Restedezernat zu sprechen", sagte Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD). Mit dem Bündeln der Bildungsaufgaben erhalte man eine "Politik aus einem Guss". Im Sozialdezernat gelte es weiterhin große Integrationsaufgaben zu bewältigen.

Zur Person

Rita Maria Rzyski ist in Duisburg geboren und aufgewachsen. Wer genau hinhört, erkennt einen schwachen Akzent. Wenn die 56-Jährige über Bildung spricht, weiß sie aus eigener Erfahrung, worum sich alles dreht – um die Chance, den bestmöglichen eigenen Weg zu gehen.

Rzyski hat zunächst in Duisburg die Hauptschule besucht und erlangte später am Berufskolleg die Fachoberschulreife. Sie ließ sich Ende der siebziger Jahre zur Erzieherin ausbilden. Zu Beginn musste sie sich mit einer ABM-Stelle zufrieden geben. Anfang der achtziger Jahre besuchte sie die Fachoberschule. In dieser Zeit wurde ihr Sohn geboren. Zügig stieg Rzyski wieder in den Beruf ein und übernahm die Leitung von Kindertagesstätten. 1987 begann sie mit dem Studium der Sozialwissenschaften. Nach ihrem Diplom begann der Aufstieg Rzyskis in der Stadtverwaltung Duisburgs.

Zunächst wechselte sie ins Jugendamt, danach wurde sie Kulturreferentin. 2007 leitete sie bereits das Schulverwaltungsamt. Danach zog Rzyski nach Osnabrück und übernahm das Dezernat für Bildung, Familie, Kultur, Soziales, Gesundheit, Sport und Bürgerengagement. Als Osnabrücks Oberbürgermeister Boris Pistorius (SPD) 2013 ins Innenministerium wechselte, war sie für einige Monate Verwaltungschefin der Stadt.

Die 56-Jährige ist geschieden und hat zwei Enkelkinder. Sie gehört keiner Partei an.

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