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Aus der Stadt Rollendes Labor unterstützt Hannovers Grundschüler
Hannover Aus der Stadt Rollendes Labor unterstützt Hannovers Grundschüler
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15:06 14.09.2011
Von Juliane Kaune
Olaf Brandes (Stiftung Niedersachsen Metall), Prof. Erich Barke ( Präsident der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover) und Jens Leonhardt (VW Nutzfahrzeuge) (von links nach rechts) vor dem Physik-Experimente-Bus für Grundschüler. Quelle: Christian Burkert
Hannover

Kinder haben einen natürlichen Entdeckerdrang. Immer wieder ist zu hören, dass der so früh wie möglich gefördert werden muss, um ein späteres Interesse für die Natur- oder Ingenieurwissenschaften zu wecken – und so dem Nachwuchsmangel in diesen Fächern zu begegnen. Doch bisher fehlte in der Region Hannover ein strukturiertes Angebot, das gezielt schon Kinder im Grundschulalter anspricht. Das wird sich ändern: Von der kommenden Woche an ist das mobile „Leibniz JuniorLab“ auf dem Weg zu den Grundschulen in der Region. So heißt das von Volkswagen Nutzfahrzeuge gestiftete Fahrzeug vom Typ Crafter, das Physik-Experimentierkästen im Wert von 10.000 Euro an Bord hat, die die Stiftung NiedersachsenMetall bezahlt.

Acht- bis Zehnjährige dürfen den Inhalt der Kästen im Unterricht ausprobieren. Hilfe erhalten sie dabei von Physikern der Leibniz-Uni, die den Grundschülern zum Beispiel erklären, wie ein Pendel oder ein Magnet funktioniert, wie sich Licht bricht oder wie elektrische Spannung entsteht. Unterstützt werden die wissenschaftlichen Mitarbeiter der Uni von Pädagogin Doris Schmidt, die auch die Lehrer an diese neue Form des Sachunterrichts heranführt.

Die Idee zu den „Experimenten auf Rädern“ hatte Physikdozent Christoph Tegenkamp. Zwar bietet die Uni über ihre Einrichtung „uniKIK“ bereits eine Vielzahl von Projekten an, die Schülern Technik und Naturwissenschaften nahebringen sollen – aber diese Angebote richten sich an die Mittel- und Oberstufe. Dass nun die Lücke bei den Grundschulkindern geschlossen wird, freut auch Uni-Präsident Prof. Erich Barke. „Wir wollen die Uni zu den Schülern bringen“, sagte er am Dienstag bei der Übergabe des Wagens – und setzte sich probeweise hinters Steuer. „Vielleicht fahre ich später auch einmal mit“, meinte er.

Zunächst aber werden mit dem Crafter die Mitarbeiter der Physik-Fakultät unterwegs sein. Die erste Schule, die sie besuchen, ist die Grundschule Garbsen-Mitte. „Wir wollen eine Schule mit naturwissenschaftlich-technischem Profil werden. Dazu passt das Angebot der Uni perfekt“, sagt Lehrerin Christine

Pontow-Schulz. Ziel sei es, im Wochenturnus auf Tour zu gehen und schrittweise möglichst viele der Grundschulen in der Region einzubinden, erklärt Ralf Mahler von der Zentralen Studienberatung der Uni. Zum Konzept gehören zudem Workshops für Lehrerinnen und Lehrer, in denen diese lernen, auch ohne das JuniorLab einfache Experimente in den Unterricht einzubauen. Und nicht nur Barke wünscht sich, dass das Angebot des mobilen Labors bald auf andere technisch-naturwissenschaftliche Fächer erweitert wird.

Interessierte Schulen können sich hier bewerben.

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