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Aus der Stadt Rot-Grün scheitert mit Marktplänen
Hannover Aus der Stadt Rot-Grün scheitert mit Marktplänen
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22:34 08.06.2012
Rot-Grün scheiterte mit der Idee, regionale und Bio-Produkte auf den hannoverschen Märkten zu bevorzugen. Quelle: Finn
Hannover

Im Wesentlichen ging es dabei um die Frage, ob bei der Neuvergabe von Standplätzen Betriebe mit Ökoprodukten, mit Erzeugnissen aus der Region oder mit Produkten aus sogenanntem fairem Handel bevorzugt werden können.

Die Antwort ist ein klares Nein. Die Stadt müsse bei der Standvergabe für die Wochenmärkte nach dem Grundsatz der Gleichbehandlung arbeiten. Und es gebe „kein objektiv nachvollziehbares Bewertungssystem“ für Produkte aus konventionellem Anbau oder Ökoanbau, heißt es weiter in dem Papier der Verwaltung. Außerdem sei die Nachfrage zum Beispiel nach Bioprodukten auf den einzelnen Wochenmärkten sehr unterschiedlich. Während zum Beispiel in der List oder in Kirchrode Öko-, Bio- oder fair gehandelte Produkte einen guten Absatz fänden, würde ein größeres Angebot dieser Produkte in anderen Stadtteilen vermutlich einen Rückgang der Marktkunden bedeuten.

Erst recht nicht geeignet seien die Pläne für den Weihnachtsmarkt, für den die Marktsatzung auch gilt. Dann würde nämlich unter anderem die Attraktivität des Marktes leiden, heißt es in der Stellungnahme der Verwaltung. Denn es gebe kaum Angebote für Stände mit weihnachtlichen Produkten aus der Region. 

CDU-Ratsmitglied Jens-Michael Emmelmann sprach gestern im Wirtschaftsausschuss von einer „Ohrfeige“ für Rot-Grün. Hätten sich die beiden Fraktionen mit ihren Vorstellungen durchgesetzt, hätte die Stadt mit einer Klagewelle von Markthändlern rechnen müssen.
FDP-Mann Wilfried Engelke bezeichnete die Überlegungen von Rot-Grün als „Pläne zur Zwangsbeglückung“. „Es gibt Menschen in der Stadt, die sich Bioprodukte nicht leisten können“, sagte er.

Grünen Ratsmitglied Maaret Westphely sagte, nun sei man dafür, die Marktsatzung nicht zu ändern. „Wir wollen versuchen, mehr fair gehandelte Produkte auf die Märkte zu bringen und die Akzeptanz der Bürger dafür zu erhöhen.“ Daher sei es legitim, das von der Verwaltung überprüfen zu lassen.

Matthias Klein

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