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Aus der Stadt Rund 500 Besucher feiern Chanukka vor der Oper
Hannover Aus der Stadt Rund 500 Besucher feiern Chanukka vor der Oper
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11:28 28.12.2016
500 Menschen haben vor der Oper Chanukka gefeiert.
500 Menschen haben vor der Oper Chanukka gefeiert. Quelle: Heusel
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Hannover

Das jüdische Lichterfest ist ein Symbol der Religionsfreiheit und setzt ein Zeichen gegen die Dunkelheit. Am Dienstag haben das Jüdische Zentrum Chabad Lubawitsch und die Jüdische Gemeinde Hannover zusammen mit rund 500 Gläubigen und Besuchern auf dem Opernplatz das Chanukka-Fest gefeiert. Dabei haben die Holocaust-Überlebenden Henry Kormann und Salomon Finkelstein die ersten vier der insgesamt acht Kerzen des sechs Meter hohen Chanukkaleuchters entzündet. Gleichzeitig entzündeten viele Besucher Kerzen und machten ihre Blinki-Leuchter an - "Die Dunkelheit wurde erhellt".

"Diese Art das Fest zu begehen ist ein Zeichen für das gute religiöse Miteinander", sagte Staatssekretärin Anke Pörksen stellvertretend für die Niedersächsische Landesregierung. "In diesen Zeiten sind ein offener Austausch und ein gegenseitiges Kennenlernen der verschiedenen Religionen wichtiger den je." Bürgermeister Thomas Hermann freute sich zusammen mit Michael Fürst, Vorsitzenden des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden Niedersachsens, über die große religiöse Vielfalt in Hannover. "Lasst uns gemeinsam die Dunkelheit dieser Welt vertreiben", forderte er die Gäste auf. Hannover stehe zusammen, um gemeinsam ein Zeichen zu setzen, so Hermann. "Wir werden uns auch nach den Ereignissen in Berlin nicht unterkriegen lassen", ergänzte Michael Fürst. Anschließend durfte Thomas Hermann unter Anleitung von Rabbiner Benjamin Wolff die zentrale Kerze des Chanukka-Leuchters anzünden. 

Das achttägige Fest hat in diesem Jahr gleichzeitig mit dem christlichen Weihnachtsfest am 24. Dezember begonnen. Jeden Abend nach Einbruch der Dunkelheit wird eine weitere Kerze des Leuchters entzündet. Es ist das zehnte Mal, dass das Familienfest Chanukka, das mit Tanz und Musik gefeiert wird, öffentlich auf dem Opernplatz zelebriert wird. Nach der Entzündung der Kerzen wurde bei Musik mit Chanukka-Berlinern, koscherem Glühwein und Popcorn fröhlich weitergefeiert. Für die Kinder gab es ein Geschenk. 

Chanukka erinnert an den Sieg des Volkes Israel gegen die Besatzer und die erneute Einweihung des Tempels in Jerusalem vor 2175 Jahren. Dieser war drei Jahre vorher von babylonischen Besatzern entweiht worden.

Julia Polley

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