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Aus der Stadt Für Fahrradfahrer geht's bald rund
Hannover Aus der Stadt Für Fahrradfahrer geht's bald rund
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21:05 15.04.2015
Von Bernd Haase
Die Bereiche Schmiedestraße (rechts) und Ständehausstraße gehören zu dem geplanten Cityring.
Die Bereiche Schmiedestraße (rechts) und Ständehausstraße gehören zu dem geplanten Cityring. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover Allgemein

Der Ring ist die schnellste Verbindung für Radler durch die City, weil die Fußgängerzone bis auf geringe Ausnahmen tagsüber nicht befahren werden darf. Zudem führt er an Sehenswürdigkeiten wie Oper, Altem Rathaus und Marktkirche vorbei. „Er richtet sich an alle, die gern mit dem Rad unterwegs sind - ob zum Einkaufen, ins Büro oder in der Freizeit. Radfahrer kommen auf ihm schneller ans Ziel“, sagt Stadtsprecher Alexis Demos.

Bisher besteht die Route nur virtuell, es gibt weder Schilder noch sonstige Hinweise. Das zumindest will die Stadt sofort angehen und bis Anfang Mai behoben haben. Auf den Straßenzügen, die zu dem Radfahrer-Cityring gehören, werden türkisfarbene Pfeile und Punkte aufgebracht. Auch Zufahrten werden in dieser Form ausgewiesen. Die Markierungen und Pfeile gelten gleichzeitig als Hinweise für Fußgänger - ihnen soll signalisiert werden, dass an diesen Stellen Radfahren jederzeit erlaubt ist. Generell ist der Ring ein Zweirichtungsradweg.

Längerfristig soll es aber nicht nur bei Malerarbeiten bleiben, sondern sollen Umbauten in einzelnen Straßen und auf Plätzen erfolgen. Diese dienen nicht nur dem Radverkehr, aber auch. Einen genauen Zeitplan dafür gibt es noch nicht. Sprecher Demos sagt, dass einiges innerhalb der nächsten zwei Jahre angegangen werden soll. Die bisher vorgesehenen Projekte im Einzelnen.

Schmiedestraße: Eine Aufwertung der Straße zwischen Karmarschstraße und Steintor ist schon länger geplant und steht in Zusammenhang mit der Bebauung des Marstallplatzes. Die Schmiedestraße wird dann schmaler, den Radverkehr wollen die Planer durchgängig auf der Fahrbahn führen. Außerdem werden Bäume gepflanzt.

Marstall: Dort, wo Schmiede- und Georgstraße sowie der Marstall zusammentreffen, entsteht eine Fußgängerzone. Diese soll ganztägig für Radler befahrbar sein.

Schillerstraße: Die Stadt schafft zwischen Andreaestraße und Ernst-August-Platz mehr Raum für Radler, indem sie die Betonbarrieren, die den Radweg von der Autofahrbahn trennen, entfernt und die Parkplätze neu sortiert.

Ernst-August-Platz: Die Einfahrten zum Bahnhofsvorplatz gelten sowohl an der Kurt-Schumacher-Straße als auch an der Joachimstraße als unübersichtlich und damit neuralgisch für Radler. Da dort wegen der neuen Streckenführung für die oberirdischen Stadtbahnlinien in Zukunft keine Gleise mehr liegen, wird die Aufteilung des Straßenraums komplett neu geordnet.

Ständehausstraße: Zwischen der Einmündung der Luisenstraße und der Georgstraße wird auf ganzer Strecke aufgepflastert - Vorbild ist die Situation am Platz der Weltausstellung. Damit wird die Geschwindigkeit, mit der Autos den Bereich befahren, reduziert. Außerdem sollen Radler in Richtung Luisenstraße einen eigenen Fahrstreifen erhalten.

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