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Aus der Stadt SEK-Einsatz vor dem Amtsgericht
Hannover Aus der Stadt SEK-Einsatz vor dem Amtsgericht
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21:40 08.11.2014
Von Heiko Randermann
Ein Sondereinsatzkommando der Polizei hat ein Mitglied einer kurdischen Familie aus einem Auto gezerrt – für ein Gespräch.
Ein Sondereinsatzkommando der Polizei hat ein Mitglied einer kurdischen Familie aus einem Auto gezerrt – für ein Gespräch. Quelle: dpa/Symbolbild
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Der Zugriff erfolgte am Freitagnachmittag im Volgersweg. Festnahmen habe es aber keine gegeben, sagte Polizeisprecher Peter Ratthai. „Wir haben den Betroffenen zu einem Gespräch gebeten, um ihm die rechtsstaatlichen Verfahrensweisen in Deutschland zu erklären“, so Ratthai. Das SEK habe man dafür angefordert, weil „erhöhter Sicherheitsbedarf bestand“. Wie viele Beamte insgesamt im Einsatz waren, wollte der Sprecher nicht preisgeben.

Für den Kurden war es nicht der erste Kontakt mit der Polizei in dieser Woche. Gegen ihn wird wegen des Verdachts der räuberischen Erpressung ermittelt, er soll einen anderen Mann mit einer Waffe bedroht haben. Anfang dieser Woche kam es deswegen zu einer Durchsuchung bei ihm. Dabei soll er den Beamten gedroht haben, ihnen beim nächsten Treffen Gewalt anzutun.

Am Dienstag stürmten dann sechs oder sieben Männer, mutmaßlich Mitglieder der kurdischen Familie, das Kommissariat in Peine. Dabei wurden die anwesenden Beamten bedroht. Man habe Ermittlungen eingeleitet und prüfe derzeit noch, ob dabei eine Straftat vorliege, sagte Ratthai.

Die Familie gehört zu den Mhallamiye-Kurden, die der Polizei schon seit längerem Kopfschmerzen bereiten. Einige Mitglieder gelten als extrem gewalttätig, das Landeskriminalamt macht sie für rund 600 Straftaten im Jahr verantwortlich. Staatliche Autoritäten lehnt die Gruppe ab. So werden immer wieder auch Richter, Staatsanwälte und Polizisten massiv bedroht.

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