Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt SEK stürmt Wohnung in der Albertstraße
Hannover Aus der Stadt SEK stürmt Wohnung in der Albertstraße
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 03.01.2016
Von Jörn Kießler
Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) stürmte gegen 21.15 Uhr die Wohnung an der Albertstraße in Linden
Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) stürmte gegen 21.15 Uhr die Wohnung an der Albertstraße in Linden Quelle: Uwe Dillenberg
Anzeige
Hannover.

Zwei Polizisten wurden leicht verletzt. Der Randalierer ließ sich nach seiner Festnahme freiwillig in eine psychiatrische Einrichtung einweisen.

Um einen bewaffneten Randalierer zu bändigen, ist am Silvesterabend das SEK in Linden eingesetzt worden.

Gegen 19.30 Uhr hatten Anwohner der Albertstraße die Feuerwehr alarmiert, weil sie Rauch in einer Wohnung im ersten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses entdeckt hatten. Als die Einsatzkräfte dort ankamen, randalierte der Bewohner der betroffenen Räume im Treppenhaus und verbarrikadierte sich anschließend in seiner Wohnung. Nachdem die Feuerwehr die Polizei zu Hilfe gerufen hatte, demolierte der 36-Jährige das Mobilar in seiner Wohnung, schlug den Glaseinsatz seiner Wohnungstür mit einem Hammer entzwei und warf Gegenstände nach den Beamten. Zudem drohte er den Polizisten unter anderem mit den Worten, er werde „Gas rauszulassen“.

Nachdem weder beruhigende Worte noch Pfefferspray den Mann zur Räson bringen konnten, warfen die Beamten einen Blick durch die Türöffnung und entdeckten, dass der 36-Jährige mit einer Schusswaffe bewaffnet war. Als das daraufhin angeforderte SEK gegen 22 Uhr die Wohnung stürmte, war der Verdächtige jedoch durch ein Fenster an der Rückseite des Gebäudes geflüchtet. Er kehrte jedoch später am Abend in seine Wohnung zurück, wo er von der Polizei erwartet wurde. Zwar versuchte er beim Anblick der Beamten zu flüchten, diese konnten ihn aber nach einer kurzen Verfolgung und trotz erheblicher Gegenwehr auf einem nahegelegenen Spielplatz festnehmen. Die Waffe, die die Einsatzkräfte gesehen haben wollen, wurde bislang nicht gefunden.

31.12.2015
31.12.2015