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Aus der Stadt SPD in der Region Hannover vor CDU – Piraten und FDP bei drei Prozent
Hannover Aus der Stadt SPD in der Region Hannover vor CDU – Piraten und FDP bei drei Prozent
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02:52 12.09.2011
Quelle: HAZ
Hannover

Die CDU macht sich rar im Regionshaus. Erst kurz vor 21 Uhr taucht die Parteispitze im Regionshaus auf. 31 Prozent erreicht die Partei zu diesem Zeitpunkt bei der Wahl zur Regionsversammlung. „Wir haben vier Prozent verloren, da war die Berliner Luft nicht gerade hilfreich“, sagt der Vorsitzende des Regionsverbandes der CDU, Hendrik Hoppenstedt. Das bedeutet 26 Sitze – im Gegensatz zu 30 bisher. Hoppenstedt selbst hatte die Wahl zum Burgwedeler Bürgermeister mit großem Abstand gewonnen, vielleicht fällt es ihm deshalb noch schwerer, die Pleite in der Region zu erklären. „Da hilft es auch nicht, dass die SPD fast in gleicher Höhe verloren hat“, sagt der CDU-Mann. Die Region werde unter ihren Möglichkeiten regiert, meint er, vor allem beim Thema Finanzen. Und kurz nach diesen Sätzen ist Hoppenstedt mit den anderen CDU-Leuten schon wieder verschwunden.

Auch die SPD hat verloren, aber bei den Sozialdemokraten gibt es beim Blick auf die großen Leinwände im Regionshaus mit den Ergebnissen den ganzen Abend über trotzdem strahlende Gesichter. „Dass sich die SPD in diesem Spektrum mit Grünen, Linken und der Piratenpartei behaupten kann, ist schon nicht schlecht“, sagt der stellvertretende Vorsitzende des Unterbezirks, Walter Meinhold. „Wir sind hochzufrieden“, sagt er beim Blick auf die 36,4 Prozent seiner Partei, vor fünf Jahren waren es noch 39,7 Prozent. Die Zahl der Sitze für die SPD geht jedoch von 33 auf 31 zurück. „Das Projekt Rot-Grün in der Region kann fortgesetzt werden“, sagte der Unterbezirksvorsitzende Matthias Miersch. Darüber sei er sehr zufrieden. Schwarz-Gelb habe eindeutig verloren und das sei das Signal für die Zukunft.

Bei den Grünen sieht man das auch so, aber die Fraktion werde selbstbewusst in die Verhandlungen mit der SPD um eine weitere Zusammenarbeit in der Regionsversammlung gehen, sagte der Fraktionsvorsitzende Raoul Schmidt-Lamontain. Die Grünen verdoppelten ihren Stimmanteil nahezu, sie erreichten 19 Prozent (im Vergleich zu 10,9 Prozent im Jahr 2006). Schmidt-Lamontain hob als Ziel für die Politik die klimaneutrale Region hervor. Seine Fraktion hat künftig 16 Sitze, bisher waren es neun.

Ein Angebot an Grüne und die CDU kam von der Partei die Linke. Deren wiedergewähltes Mitglied der Regionsfraktion, Stefan Müller, schlug vor, über die Einführung von Niederflurbahnen gemeinsam abzustimmen. „Wir hätten da eine deutliche Mehrheit“, meinte er. Müller war aber auch enttäuscht: Das Ergebnis für die Linke ist mit einem Stimmanteil von 3,3 Prozent gleich geblieben. „Wir haben nicht so zugelegt, wie wir uns das vorgestellt haben“, sagte er. Die Linke kommt wie bisher auf drei Sitze. Überrundet haben die Linken die FDP. „Ich bin erschüttert und erschrocken“, sagte der FDP-Kreisvorsitzende Gerhard Kier zu dem Ergebnis von 3,1 Prozent. Bei der vergangenen Regionswahl hatte seine Partei noch 7,1 Prozent erzielt. „Ich weiß noch nicht, wie wir damit umgehen“, meinte er. Statt wie bisher mit sechs Sitzen ist die FDP nur noch mit drei Mandaten vertreten.

Die neue Regionsversammlung werde bunter, sagte Wahlleiter Axel Priebs. Dort werden künftig auch erstmals „Die Hannoveraner“ (2,3 Prozent und zwei Sitze), die Piratenpartei 3 Prozent und zwei Sitzen vertreten sein. Das Bürgerforum kommt auf einen Sitz (bisher zwei).

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