Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Diese 25-Jährige aus Hannover hat den Durchbruch geschafft
Hannover Aus der Stadt Diese 25-Jährige aus Hannover hat den Durchbruch geschafft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
03:51 05.03.2018
19.04.2018 Deutschland, Hannover Interview mit LEA im Theater am Aegi. Foto:Villegas Quelle: Villegas
Hannover

 Noch vor einem Jahr konnte kaum jemand mit ihrem Namen etwas anfangen – heute kennt fast jeder zumindest ihre Stimme. Die Rede ist von LEA, die eigentlich Lea Marie Becker heißt. Mit der Kollaboration mit dem DJ-Duo Gestört aber Geil und dem Song „Wohin willst du“ hat die 25-jährige Hannoveranerin den Durchbruch geschafft und auch ihre neue Single „Leiser“ läuft im Radio rauf und runter. 

 „Es ist wirklich wahnsinnig viel passiert und das in kürzester Zeit“, sagt Lea nun kurz vor einem Auftritt mit Wincent Weiss, den sie auf seiner Akustiktour begleitet. Erst zwei oder drei eigene Shows hat die Studentin aus Linden bisher in ihrer Wahlheimat gespielt, und nun tritt die Sängerin mit der außergewöhnlichen Stimmfarbe im ausverkauften Theater am Aegi auf. Noch immer sei es für sie ungewohnt, wenn Freunde anrufen, um ihr zu sagen, dass sie sie gerade im Radio gehört haben – oder sogar im Fernsehen gesehen haben. 

Quelle: Villegas

Der Durchbruch kam plötzlich und unerwartet – und das obwohl Lea, deren markanter blonder Mini-Dutt und der strenge Pony zum Markenzeichen der Sängerin geworden sind, seit zehn Jahren ihre eigenen Lieder veröffentlicht. Angefangen hat alles im Dezember 2007. Damals noch in Kassel. Innerhalb von einer Nacht hat das Video zu „Wo ist die Liebe hin“ 45.000 Klicks. Mittlerweile hat Lea einen Plattenvertrag, das erste Album „Vakuum“ ist auf dem Markt und bereits im Herbst soll das zweite folgen. Der Ruhm hat ihr Leben verändert, sagt die 25-Jährige, die bisher eher mit nachdenklichen Texten auf ruhige Melodien auf sich aufmerksam gemacht hat. „Ich bin jetzt viel mehr unterwegs.“ Ihre WG in Linden habe sie vor dem jetzigen Besuch zum letzten Mal im Dezember betreten. „Das ist schade“, sagt die zierliche junge Frau in dem XXL-Samt-Pullover. Hannover sei für sie zum Ruhepol geworden – und Ruhe, die braucht Lea ab und an. „Ich habe viele nachdenkliche Seiten“, verrät sie. Diese Melancholie schlägt sich auch in ihren Liedern nieder. „Aber ich bin auch sehr fröhlich und positiv“, betont Lea, die sich seit der Kollaboration mit Gestört aber Geil vorgenommen hat, auch schnellere und tanzbarere Lieder zu machen. So wie schon jetzt bei Leiser. 

 „Ich habe gemerkt, dass auch traurige oder nachdenkliche Themen musikalisch anders verpackt werden können“, sagt sie. Denn auch wenn sich ihre Musik weiterentwickelt, die Texte sollen persönlich und vor allem authentisch bleiben – auch wenn das heißt, dass sie ihr tiefstes Inneres mit unglaublich vielen Menschen teilt. „Bei Leiser hab‘ ich tatsächlich gedacht: ‚Oopsi‘“, gesteht Lea und lacht. Immerhin enthält der Text über eine Beziehung, die ihr nicht gut tat, viele konkrete Beispiele. „Damit mache ich mich verletzbar und angreifbar“, sagt sie. Allerdings wäre das Lied vor allem für die Person, von der es handelt, eine herbe Kritik – wenn er denn wüsste, das er gemeint ist. „Und das weiß er glaube ich nicht, auch wenn ich weiß, dass er das Lied kennt“, sagt Lea, die seit 5,5 Jahren in Hannover wohnt und die Stadt als ihre Heimat bezeichnet. „Obwohl, ich muss das einschränken“, sagt sie. „Meine Heimat ist Linden Nord.“ Geht es um „ihren“ Kiez, kommt die 25-Jährige ins Schwärmen. „Linden Nord hat alles, was man braucht auf kleinstem Raum.“ Ob Faust und Kulturzentrum,ob Lindwurm oder Stephanus Stübchen, dazu zahlreiche schöne Cafés und eine tolle Fußgängerzone, fängt sie an aufzuzählen. 

Quelle: Villegas

Doch nun wird Lea Linden schweren Herzens verlassen und nach Berlin ziehen. „Das ist erleichtert einfach jobtechnisch einiges.“ Doch so ganz muss Hannover nicht auf die neue Pop-Hoffnung verzichten – monatliche Besuche bei den Freunden seien Pflicht. Außerdem stehen ja noch zwei Konzerte und ein Festival in der Region an. Ihre Show im LUX im April ist bereits ausverkauft. „Ich freu‘ mich extrem die LUX-Show“, sagt Lea. In dem kleinen Laden hat sie ihre ersten eigenen Konzerte gegeben, zudem stand sie oft als Support auf der Bühne. Auch das Festival im Burgdorf sei etwas ganz besonderes. Ein Heimspiel, bei dem man sich das Publikum noch erkämpfen muss. Und alle, die die Auftritte verpassen, können sich zumindest auf neue Songs freuen. „Mein nächstes Album wird noch dieses Jahr erscheinen“, verspricht Lea.

Lea tritt am 25. August beim von der Hannoverschen Allgemeine Zeitung und Neuen Presse (HAZ/NP) präsentierten Open-Air-Konzert mit Pop-Star Max Giesinger auf dem Schützenplatz Burgdorf auf. Beginn ist um 18.30 Uhr.  Im Vorprogramm treten  neben Lea auch die Sieger des vom Jugendkulturhaus JohnnyB. organisierten Burgdorfer Bandcontests auf. Der Burgdorfer Stadtmarketing-Verein veranstaltet das Konzert anlässlich des Themenjahres „Burgdorf – klingt gut!“.  Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf zum Preis von 40,90 Euro inklusive aller Gebühren in allen HAZ-Ticketshops und HAZ-Geschäftsstellen. Karten für das Konzert von LEA am Dienstag, 16. Oktober, um 20 Uhr im Musikzentrum Hannover gibt es ab 23 Euro ebenfalls in allen HAZ-Ticketshops.

Von Lisa Malecha

In der Martin-Luther-King-Schule in Hannover-Oberricklingen ist am Freitagvormittag ein Feuer ausgebrochen. Schüler der Förderschule hatten bemerkt, dass es auf einer Toilette brannte. Verletzt wurde niemand.

02.03.2018

Etwa 150 Schlittschuhläufer haben am Freitag auf der Eisbahn im Fössebad ihre Runden gezogen. Geöffnet ist auch am Sonnabend.

05.03.2018

Mit viel Blitz und Donner: Die britische Heavy-Metal-Band Saxon stellt im Capitol ihr neues Album „Thunderbolt“ vor. Die nicht mehr ganz so jungen Musikern begeistern dabei das Publikum mit ihrer Energie.

05.03.2018