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Aus der Stadt Säureattentäter will nun doch geringere Strafe
Hannover Aus der Stadt Säureattentäter will nun doch geringere Strafe
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06:00 09.11.2016
Von Michael Zgoll
Daniel F. im Prozess. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Im September machte der verurteilte Straftäter Daniel F., der seine Ex-Freundin Vanessa Münstermann durch eine Säureattacke extrem entstellt hat, mit einer befremdlichen Aktion auf sich aufmerksam. In einem Brief an den Vorsitzenden des Schwurgerichts, das ihn wegen schwerer Körperverletzung zu einer Haftstrafe von zwölf Jahren verurteilt hatte, wünschte sich der 33-Jährige eine höhere Strafe - am liebsten von 15 Jahren. Nun hat F. ein Schreiben an die HAZ geschickt, in dem er ein Ende von Selbstkasteiung und Opferbereitschaft signalisiert. Darin verweist der in der Haftanstalt Schulenburger Landstraße einsitzende gebürtige Brasilianer auf andere Straftäter, die im Vergleich zu ihm mit glimpflicheren Haftstrafen davongekommen seien. Heißt: Daniel F. möchte nun doch lieber weniger denn mehr als zwölf Jahre im Gefängnis verbringen.

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Bei Prozessende im August hatte F. in einer persönlichen Erklärung verkündet, keine Rechtsmittel gegen das Urteil einlegen zu wollen. Wenige Wochen später aber verkündete sein Verteidiger Max Malpricht, nun doch eine Revision anzustreben: F. habe nicht überblickt, was das Akzeptieren der Strafe für ihn bedeute. Die Chancen, dass der Bundesgerichtshof eine Berufung zulässt und den Schuldspruch aufhebt, werden allerdings als verschwindend gering angesehen.

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