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Aus der Stadt Saleh S. warf offenbar die Molotowcocktails
Hannover Aus der Stadt Saleh S. warf offenbar die Molotowcocktails
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06:00 20.12.2016
An dieser Stelle sind die Molotow-Cocktails im Februar aufgeschlagen. Quelle: Uwe Dillenberg (Archiv)
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Hannover

Die Auswertung der Beweismaterialien ist nach Angaben von Klinge bis auf kleinere Untersuchungen abgeschlossen – und die Ergebnisse haben den Anfangsverdacht erhärtet. Daher hat die Staatsanwaltschaft Ende November einen Antrag gestellt, Saleh wegen der Molotowcocktail-Würfe dauerhaft in der Psychiatrie unterzubringen. Nun wartet die Behörde noch auf ein psychiatrisches Gutachten.

Diesem kommt eine besondere Bedeutung zu, denn sollte Saleh S. tatsächlich der Brandsatzwerfer sein, könnte seine Tat als erster islamistischer Anschlag in Deutschland gewertet werden. Jedoch nur, wenn das Gutachten Saleh S. als schuldfähig einstuft.

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Wie vergangene Woche bekannt wurde, hat die Staatsanwaltschaft einen Antrag auf dauerhafte Unterbringung Salehs in der Psychiatrie schon wegen zweier anderer Fälle gestellt: die Angriffe auf einen Polizisten und eine Mitpatientin. Seit Juni befindet sich Saleh deshalb bereits in einer Psychiatrie. Im Januar soll ein Gericht über den Antrag entscheiden.

„Es muss aber für jede einzelne Tat eine verminderte Schuldfähigkeit festgestellt werden“, sagte Klinge. Deshalb ist für die Molotowcocktail-Würfe ein neues Gutachten notwendig. Zwei Brandsätze warf der Täter am 5. Februar vom Dach des Einkaufszentrums, aufgrund einer Fehlkonstruktion zündeten sie aber nicht.

Von Isabel Christian

Andreas Schinkel 22.12.2016
19.12.2016
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