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Aus der Stadt Sanierung der Hochstraße startet
Hannover Aus der Stadt Sanierung der Hochstraße startet
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08:02 16.01.2014
Von Conrad von Meding
„Eleganter Schwung“: Eine Simulation zeigt, wie die Brücke mit neuem Geländer aussieht.
„Eleganter Schwung“: Eine Simulation zeigt, wie die Brücke mit neuem Geländer aussieht. Quelle: Handout
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Hannover

Das Projekt vertrage keinen Aufschub, sagte Stadtbaurat Uwe Bodemann am Mittwoch: „Wenn wir jetzt nicht sanieren, müssen wir sperren.“ Die lange diskutierten Lichtinstallationen zur Verschönerung der Brücke soll es nicht geben. Allein die Montage einer einfachen LED-Technik im Geländer koste rund eine Million Euro, sagte Bodemann. „Das Geld haben wir nicht übrig.“ Trotzdem werde das Bauwerk deutlich aufgewertet.

Statt der klobigen Betonbrüstung soll es künftig eine leichte Stahlkonstruktion geben; nachts werde das Lichtspiel der Autoscheinwerfer schöne Effekte zaubern, so der Stadtbaurat. Zudem werde der gesamte Baukörper durch Schattierungen leichter wirken. Eine Bemalung der Brücke, wie sie ebenfalls im vergangenen Jahr intensiv diskutiert worden war, verbiete sich aus Sicherheitsgründen. Der Beton unter der Fahrbahn müsse stets auf feine Risse untersuchbar sein – Farbe verhindere das.

Das Bauwerk ist 45 Jahre alt. Lange war über einen Abbruch im Zuge des Stadtbahnausbaus diskutiert worden. Dann haben sich die Trassenpläne geändert – die Stadt kommt um eine Sanierung der Hochstraße nicht mehr herum. Fahrbahnbelag und Betonkörper, Brüstungen, Entwässerung und sogar die Widerlager weisen erhebliche Schäden auf. Noch sei kein Wasser in den hohlen Stahlkasten unter der Fahrbahn eingedrungen, sagte Tiefbauchef Andreas Bode gestern im Bauausschuss. Sobald das passiere, werde alles deutlich teurer.

Bode versprach, dass das filigrane Geländer „den eleganten Schwung der Brücke zur Geltung bringen“ werde. Würden zudem die großen Betonauflager an beiden Seiten dunkel beschichtet, werde sich der optische Gesamteindruck verbessern. Das neue Geländer entspreche den Sicherheitsanforderungen, betonte Baurat Bodemann auf Nachfrage. FDP-Politiker Wilfried Engelke rügte, dass von der gesamten Debatte über eine Verschönerung der Brücke nun nur das geplante Anstrahlen der hängenden Kunstwerke unter der Fahrbahn bleibe. Thomas Hermann regte an, den Betonstreifen direkt unter dem Geländer farbig zu gestalten – diese sogenannte Auflagerkappe muss ohnehin gegen Spritzwasser und Streusalz beschichtet werden. Bodemann sagte: „Wir haben schon das Beste erreicht.“

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