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Aus der Stadt Saubere Arbeit
Hannover Aus der Stadt Saubere Arbeit
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08:43 19.11.2014
Von Rüdiger Meise
Es ist nicht alles Gold, was glänzt: Die besten Gebäudereiniger Deutschlands putzen im Dschungelpalast des Zoos - darunter Landessieger Sinwar Ay.
Es ist nicht alles Gold, was glänzt: Die besten Gebäudereiniger Deutschlands putzen im Dschungelpalast des Zoos - darunter Landessieger Sinwar Ay. Quelle: Tobias Kleinschmidt
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Die Aufgabe war knifflig: Maximal sauber soll der vier Meter breite Kronleuchter im Prunksaal des Maharadscha-Palastes im Zoos sein - aber glänzen darf er nicht. „Eine gewisse Patina gehört hier im Zoo dazu“, sagt René Franckowiak. Er ist Juryvorsitzender des Bundeswettbewerbs der Gebäudereiniger, der am Dienstag im Zoo ausgetragen wurde. 13 Landessieger der jeweiligen Innungen putzten um die Wette - unter ihnen auch Sinwar Ay aus Seelze.

Vor mehr als 15 Jahren war der Bundeswettbewerb schon einmal zu Gast im Zoo. Damals noch ohne Yukon Bay und ohne Maharadscha-Palast. In den vergangenen Jahren putzten die Kandidaten des Bundeswettbewerbs in der Allianz-Arena in München, in der Dresdener Semperoper, im Berliner Sony-Center oder im Hamburger Michel.

Wer allerdings denkt, dass die Kandidaten den kompletten Zoo reinigen, der irrt gewaltig. Zunächst säuberten sie je drei Fliesen des Dschungelpalasts - was allerdings allen so gut gelang, dass mit bloßem Auge kaum Unterschiede auszumachen waren. Die Jurymitglieder mussten schon sehr tief in die Knie gehen und den Lichteinfall nutzen, um ihr Urteil abgeben zu können. „Wenn es so knapp ist, entscheiden Sekundärtugenden über den Sieg“, sagt Franckowiak: Arbeitsorganisation, Dosierung der Putzmittel, Einhaltung der Sicherheitsvorschriften, Geschicklichkeit und Präzision.

Am wohlsten fühlt sich Sinwar Ay nicht auf Knien beim Fliesenputzen, sondern auf der Scherenbühne am Kronleuchter: „Ich finde Arbeiten super, bei denen ich hoch oben auf einem Steiger stehe“, sagt er. Bei der niedersächsischen Landesmeisterschaft reinigte er einen Teil der Fassade am Theater am Aegi - und gewann. Gestern war ihm der Sieg nicht vergönnt. Am Abend wurde Marbo Bischoff aus Bremen im Neuen Rathaus zum besten Gebäudereiniger Deutschlands gekürt und gewann 2500 Euro Prämie.

Geschwindigkeit spielte übrigens kaum eine Rolle bei dem Putzwettbewerb. Für jede Aufgabe - drei Bodenfliesen im Dschungelpalast, ein Teil des Kronleuchters, eine Scheibe in der Unterwasserwelt von Yukon Bay - hatten die Kandidaten zwei Stunden Zeit. Wenn Sinwar Ay an einem normalen Arbeitstag so lange bräuchte, dann würde sein Chef von der Norbert Diemert GmbH aus der Nordstadt wohl zu schmutzigem Vokabular greifen.

Praktische Tipps fürs Putzen zu Hause

Von Großmutters Geheimrezept bis zu ausgefallenen Lösungen: Diese Auswahl von Putztipps erhält auf der Internetseite www.fragmutti.de viel Lob.

Gegen Schmutz im Bad: Hilfreich ist ein „getuntes“ Mittel aus 1 EL Allzweckreiniger und 3 TL Zitronensäure in 1 Liter Wasser aufgelöst. Der Reiniger löst Schmutz, die Zitronensäure den Kalk.

Wollmäuse hinterm Heizkörper: Nassen Lappen oben über den Spalt von Heizkörper und Wand legen, dann Wollmäuse per Föhn hinter der Heizung hochblasen – sie bleiben am Tuch hängen.

Gegen verkalkte Duschabtrennungen: Dagegen hilft der Klarspüler für die Geschirrspülmaschine. Am besten mit einer Sprühflasche – etwa fürs Fensterputzen – eingesprüht, abgeduscht und gewischt: sorgt für klare Verhältnisse.

Gegen verschmutzte Backofenfenster: Geschirrspülertab in heißem Wasser auflösen, abwischen, nachspülen – fertig. Bei stärkerer Verkrustung einweichen.

Saubere Mirkowelle: Einige Stücke nasses Küchenpapier hineinlegen, drei Minuten auf hoher Stufe erhitzen. Der Dampf weicht Verschmutzungen an der Innenseite der Mikrowelle auf. Papier abkühlen lassen, Mikrowelle auswischen.

Gegen Rotweinflecken im Teppich: Essig hilft – weiß ja eigentlich jeder. Reichlich verwenden, bis der Weinfleck ganz mit Essig durchnässt ist. Auf die Essigsorte achten. Essigessenz – gute Wahl. Balsamico – keine gute Idee.

Gegen Karotten- und Tomatenflecken auf Schneidebrettern aus Kunststoff: Die Farbflecken können hartnäckig sein. Wichtig zu wissen: Die Farbstoffe sind nicht wasser-, sondern fettlöslich. Noch besser ist UV-Strahlung, die lässt die Flecken ausbleichen. Anwendung im Herbst und Winter weniger Erfolg versprechend.

Gegen Schimmel in der Wohnung: Brennspiritus ist ein probates, vergleichsweise wenig giftiges und recht günstiges Mittel gegen Schimmel auf abwaschbaren Flächen und Materialien. Schutzmaske tragen – schon allein wegen der schädlichen Schimmelsporen.

Herbsttipp für Dachschrägenfenster: Wenn’s Regen gibt – mit der Spülmittelflasche eine dicke Spur von außen auf die Oberkante des Fensters auftragen. Die Regentropfen besorgen den Rest.

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