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Aus der Stadt Woher kam Schahrudis Visum?
Hannover Aus der Stadt Woher kam Schahrudis Visum?
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00:19 22.01.2018
Rund 100 Menschen hatten vor dem Landtag in Hannover gegen die ungehinderte Ausreise des ehemaligen iranischen Justizchefs Mahmud Schahrudi protestiert.  Quelle: dpa
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Hannover

 Die niedersächsischen Grünen von der Landesregierung wissen, was sie über den Aufenthalt des ehemaligen iranischen Justizchefs Mahmud Schahrudi in einer hannoverschen Privatklinik gewusst hat. Der war am vergangenen Donnerstag in den Iran zurückgekehrt und hatte sich bei der Regierung und dem Ärzteteam für die gute Koordinierung bedankt. „Wir wollen genau wissen, von wem und wann das Visum für Heilbehandlung ausgestellt worden ist und waum die Strafverfolgungsbehörden nicht umgehend informiert worden sind“, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen, Helge Limburg, am Freitag in Hannover

Die Fraktion hat eine entsprechende mündliche Anfrage gestellt, die in der nächsten Woche im Landtag behandelt werden soll. Ob das Thema auch in der Aktuellen Stunde debattiert wird, ist noch unklar. „Niedersachsen darf nicht zum Dauersanatorium für Menschenrechtsverbrecher werden“, sagte Limburg

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Schahrudi war in der Privatklinik International Neurosience Institute (Ini) in Groß-Buchholz behandelt worden, die sein Landsmann Madjid Samii leitet.

Schahrudi werden Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen, in seiner Amtszeit von 1999 bis 2009 sollen Minderjährige hingerichtet und gesteinigt worden sein.

Von Saskia Döhner

22.01.2018
19.01.2018
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