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Aus der Stadt Schlag gegen Drogenhandel
Hannover Aus der Stadt Schlag gegen Drogenhandel
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06:15 26.05.2012
Von Tobias Morchner
Hannover

Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) des Landeskriminalamts Niedersachsen brach gegen 10 Uhr die Tür der Wohnung des 35-jährigen Viktor F. in Badenstedt auf. Den Verdächtigen überraschten sie schlafend im Bett. Zeitgleich nahmen SEK-Beamte seinen Komplizen Viktor Z. in der Nordstadt fest. Die beiden Männer sitzen derzeit in Untersuchungshaft.

Ein Jahr lang hatte die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift des Landeskriminalamts und des Zolls akribisch Beweise gegen die Dealer gesammelt. Auf diese Weise kamen sie der Masche der Schmuggler auf die Spur.

Der 30-jährige Viktor Z. gehört der hiesigen Auto-Tuning-Szene an. Regelmäßig unternahm er in Begleitung von Viktor F. Touren ins holländische Tilburg und machte dabei bei einem von mehreren Männern betriebenen Gebrauchtwagenhandel Halt. Doch statt mit neuen Felgen oder Auspufftöpfen kehrten die Deutschrussen vermutlich stets mit 20 bis 35 Kilogramm Marihuana im Gepäck nach Hannover zurück. Der Stoff stammt aus der eigenen Produktion der holländischen Gebrauchtwagenhändler.

In diversen Indoorplantagen züchteten die Männer bis zum Frühjahr das Marihuana. Dann flogen sie auf und wurden von den Behörden in den Niederlanden festgenommen. Die Ermittler der Polizei und der Zentralstelle für Betäubungsmittelstrafsachen der Staatsanwaltschaft Hannover gehen bislang davon aus, dass die jetzt festgenommenen Deutschrussen mit den 150 Kilogramm Marihuana einen Umsatz von mehreren hunderttausend Euro gemacht haben.

Viktor F. ist bei der Polizei kein Unbekannter. Er wurde im Sommer 2011 mit einer Schussverletzung im Bein auf einem Bürgersteig in Badenstedt gefunden. Damals hatte der Verletzte angegeben, er habe in seinem Auto geschlafen, als plötzlich die Tür aufgerissen wurde und ein Unbekannter auf ihn schoss. Bis heute ist der mysteriöse Fall nicht aufgeklärt.

Im heutigen Licht betrachtet, hatte die Tat möglicherweise mit den Drogengeschäften des 35-Jährigen zu tun. „Wir prüfen derzeit Zusammenhänge“, sagt LKA-Sprecher Frank Federau.

Die mutmaßlichen Marihuanahändler haben vor dem Haftrichter zu den gegen sie erhobenen Vorwürfen geschwiegen. Sie lassen sich durch Rechtsanwälte vertreten. Doch auch die Juristen wollten sich am Mittwoch nicht zu den Anschuldigungen gegen ihre Mandanten äußern. „Wir haben Akteneinsicht beantragt und müssen das Material erst einmal sichten“, sagt Strafverteidiger Timo Rahn. Dem Vernehmen nach sollen die Ermittler auch umfangreiche Videoaufzeichnungen angefertigt haben, die die beiden Drogendealer während ihrer Fahrten zeigen.

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