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Aus der Stadt Schmalstieg warnt vor Konya-Städtepartnerschaft
Hannover Aus der Stadt Schmalstieg warnt vor Konya-Städtepartnerschaft
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07:46 05.11.2015
Von Andreas Schinkel
„Ein Schlag ins Gesicht“: Herbert Schmalstieg. Quelle: Rainer Surrey
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Hannover

„Wenn man das dennoch will, kommt nur Diyarbakir in Betracht“, sagt Schmalstieg, der zugleich Sprecher des Freundeskreises Hannover-Diyarbakir ist.

Vom Vorschlag aus der SPD-Ratsfraktion, zunächst eine Verbindung mit Kon­ya einzugehen, hält Schmalstieg nichts. „Eine Partnerschaft mit der konservativsten und reaktionärsten Stadt wäre ein Schlag ins Gesicht aller Demokraten bei uns und in der Türkei“, sagt Schmalstieg. Sollte sich der Rat dazu entscheiden, könne er mit massivem Protest rechnen.

In der Türkei eskaliert der Konflikt zwischen Kurden und Türken. Immer wieder gibt es Unruhen auf den Straßen des kurdisch geprägten Diyarbakir. Das Auswärtige Amt spricht von erhöhten Risiken für Reisende. Daher bringt die SPD-Ratsfraktion Konya als erste Partnerstadt ins Gespräch. Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) hatte der Metropole bereits einen offiziellen Besuch abgestattet. Konya gilt als Hochburg der konservativen Regierungspartei AKP, zweitstärkste politische Kraft ist eine rechtsextreme Partei.

„Die Türkei ist auf dem Weg zu einer Präsidialdiktatur“, sagt Schmalstieg. Eine Partnerschaft mit dem kurdischen Diyarbakir wäre ein „politischer Akzent“, den Hannover setzen würde. Die Stadt mit einer offiziellen Delegation zu besuchen, sei durchaus möglich.

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