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Aus der Stadt Schnellweg wird doch wieder Einbahnstraße
Hannover Aus der Stadt Schnellweg wird doch wieder Einbahnstraße
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00:16 10.04.2015
Die A- und R-Maßnahme kommt zurück auf den Schnellweg: Zur Hannover Messe lassen die Verkehrsplaner die umstrittene Einbahnstraßenregelung wieder aufleben.Foto: Surrey
Die A- und R-Maßnahme kommt zurück auf den Schnellweg: Zur Hannover Messe lassen die Verkehrsplaner die umstrittene Einbahnstraßenregelung wieder aufleben. Quelle: Rainer Surrey
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Hannover

Es sei für die Hannover-Messe, die von Montag bis Freitag läuft, ein Verkehrskonzept entwickelt worden, sagt Stadtsprecher Alexis Demos. Ziel sei es, die „prognostizierten hohen Verkehrsmengen von bis zu 24.000 Fahrzeugen pro Tag gezielt abwickeln zu können“, betont Demos. Das Konzept sieht vor, dass die Maßnahme A für die Anfahrt an allen Messetagen eingerichtet wird, die Maßnahme R für die Rückfahrt von Montag bis Donnerstag. Im vergangenen Jahr war die Einbahnstraßenregelung zur Hannover-Messe abgesagt worden. Das Ausstellungskonzept der Messe AG ist bei bei der Industrie-Messe in ungeraden Jahren ein anderes als in geraden Jahren. In diesem Jahr werden mehr Besucher erwartet als im Jahr 2014.

ADAC-Sprecherin Christiane Rettig ist von den Plänen überrascht: „Damit habe ich nicht gerechnet“, sagt sie. Bei der Cebit im März habe es auch keine Einbahnstraßenregelung gegeben und der Verkehr sei geflossen, berichtet sie.

Rettig fordert, dass in der kommenden Woche das System flexibel gehandhabt wird. „Wenn sich am ersten Tag zeigt, dass gar nicht so viele Autos unterwegs sind, könnte man die Einbahnstraßenregelung für den Rest der Messe auch einfach wieder absagen“, sagt sie. Wie groß die Verkehrsströme bei einer Messe seien, sei schwer abzuschätzen. Rettig betont, dass auch die Information der Autofahrer wichtig sei. So wüssten viele Messebesucher nicht, dass sie auch die Fahrspuren benutzen dürften, die eigentlich für den Gegenverkehr vorgesehen sind.

Der hannoversche CDU-Landtagsabgeordnete Dirk Toepffer, Verkehrsexperte seiner Fraktion, ist dagegen ein klarer Befürworter der Einbahnstraßenregelung bei Messen. „Der Individualverkehr hat noch nicht so stark abgenommen wie von einigen erwartet“, sagt Toepffer. Die Einbahnstraßenregelung sei eine gute Möglichkeit, Aussteller und Besucher schnell zum Messegelände kommen lassen. Andere Städte wie München oder Berlin, die diese Möglichkeit nicht hätten, seien gegenüber Hannover als Messestandort im Nachteil, meint er. Ihm sei klar, dass die Messen für die Bürger auch gewisse Einschränkungen bedeuteten. „Aber insgesamt profitieren alle Hannoveraner von der Messe“, sagt Toepffer.

Der Messeschnellweg wird zur Anreise bei der Maßnahme A (Beginn ab 7.15 Uhr) in Fahrtrichtung Süden zwischen den Anschlussstellen Weidetor und Messe-Nord zur Einbahnstraße. Bei der Maßnahme R (Beginn ab 17.15 Uhr) wird der Messeschnellweg in Fahrtrichtung Norden zwischen der Anschlussstelle Messe-Nord und dem Kreuz Hannover-Buchholz Einbahnstraße.

Juliane Kaune 10.04.2015
07.04.2015