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Aus der Stadt Schon fünf Tote auf der A2 seit Jahresbeginn
Hannover Aus der Stadt Schon fünf Tote auf der A2 seit Jahresbeginn
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00:16 25.01.2018
Bei dem schweren Unfall kamen zwei Personen ums Leben.
Bei dem schweren Unfall kamen zwei Personen ums Leben.  Quelle: Uwe Dillenberg
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Hannover

Die Serie der tödlichen Unfälle auf der Autobahn 2 in diesem Jahr im Zuständigkeitsbereich der Polizei Hannover reißt nicht ab. Am Montag wurden zwei Autofahrer aus Nordrhein-Westfalen bei einem Zusammenstoß mit einem Lastwagen getötet. Damit erhöht sich die Zahl der Toten auf der wichtigen Ost-West-Strecke auf fünf.

Die Männer waren gegen 12.20 Uhr mit einem 3er BMW in Richtung Berlin unterwegs.  Etwa einen Kilometer vor der Raststätte Auetal-Süd überholte der Fahrer mit dem Wagen zwei andere Fahrzeuge. Eines war auf dem Hauptfahrstreifen, das andere auf der mittleren Spur unterwegs. Nach dem Überholvorgang zog der BMW von der äußeren linken Spur stark nach rechts hinüber. Auf der rechten Spur stieß der Wagen dann ungebremst mit einem dort fahrenden Lastwagen zusammen.

Für die beiden Männer im BMW kam jede Hilfe zu spät. Sie starben noch an der Unfallstelle. Die Autobahn war in Richtung Berlin eine Stunde lang voll gesperrt. Der Verkehr staute sich an der Unfallstelle.

Zwei Menschen sind bei einem Unfall nahe Rehren auf der A2 ums Leben gekommen, als ihr BMW mit einem Lastwagen kollidierte.

Nach Berechnungen des ADAC gehört die A 2 im hannoverschen Bereich auch wegen der vielen schweren und tödlichen Unfälle, aber auch wegen der zahlreichen Baustellen zur Staufalle Nummer 1 in Niedersachsen. Das geht aus der Staubilanz für das vergangene Jahr hervor, die am Dienstag veröffentlicht wird. 

Den absoluten Spitzenplatz nimmt in der Bilanz des Automobilclubs der Streckenabschnitt zwischen Hämelerwald und Lehrte-Ost ein. Nirgendwo gab es im vergangenen Jahr mehr Staukilometer aus an dieser Stelle. „Auf auf einer Länge von 2222 Kilometern standen die Autofahrer hier insgesamt 549 Stunden, also fast 23 Tage“, sagt Alexandra Kruse vom ADAC. Insgesamt registrierten die Experten im vergangenen Jahr auf diesem Teilstück 528 Staus.

Auch ein weiterer Abschnitt auf der A2 schneidet in der Staubilanz des ADAC nicht gut ab. Zwischen Wunstorf-Kolenfeld und Bad Nenndorf zählte der Automobilclub im vergangenen Jahr 546 Staus. Die Gesamtlänge betrug allerdings lediglich 1585 Kilometer. „Die Zahlen belegen eindrucksvoll, dass eine der Hauptverkehrsrouten in Niedersachsen zugleich die schlimmsten Staustellen beinhalten“, sagt Kruse. Die A2 sei am Rande ihrer Kapazität. „Schwerste Unfälle, Verletzte und Tote in den Baustellenbereichen zeigen den dringenden Handlungsbedarf“, sagt die ADAC-Sprecherin.

Der Automobilclub will noch im Februar ein Gespräch mit allen organisieren, die mit der A2-Problematik befasst sind. Eingeladen ist ein Vertreter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, sowie die Polizei, die Stadt und die Region Hannover. Zudem fordert der ADAC, die Zuständigkeiten auf der A2 müssen künftig besser koordiniert werden, um die Bauzeiten zu verkürzen. Baustellen auf der Autobahn und den umliegenden Bundesstraßen sollten zudem besser aufeinander abgestimmt werden. Einen konkreten Termin für das Gespäch am runden Tisch gibt es noch nicht.

Von Tobias Morchner

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