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Aus der Stadt Schostok will Kommission zu Halim-Dener-Platz
Hannover Aus der Stadt Schostok will Kommission zu Halim-Dener-Platz
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00:16 30.06.2017
Von Mathias Klein
Quelle: Villegas (Archiv)
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Hannover

„Das halte ich für den richtigen Weg“, erläuterte Schostok. Er habe in dieser Angelegenheit bereits mehrere Gespräche geführt. Nach Angaben von Schostok soll die Kommission „den unterschiedlichen Sichtweisen zu dem Fall Raum geben“. Es gehe ihm dabei „um eine sachliche, neutrale Grundlage, die nicht von Wertungen ausgeht“. Auf dieser Basis könnte man sich dann verständigen, welchen Stellenwert der Mensch Halim Dener in Hannover habe. „Aber hierzu brauchen wir erst einmal eine vernünftige historische Einordnung und einen demokratischen Diskurs“, sagte der Oberbürgermeister. Zur Bildung einer solchen Kommission werde die Stadtverwaltung im Herbst einen Vorschlag machen. Zunächst wolle er jedoch die Entscheidung der Kommunalaufsicht abwarten, der er den Vorgang zur Entscheidung vorgelegt habe.

Ein Polizist hatte am 30. Juni 1994 den 16 Jahre alten Halim Dener beim Plakatieren am Steintor erschossen. Ein Rückblick auf den Fall, der ganz Deutschland bewegete.

Wie berichtet hatte der Rat der Stadt die Entscheidung des Bezirksrates Linden-Limmer zugunsten eines Halim-Dener-Platzes gekippt, daraufhin hatte der Bezirksrat seine vorherige Entscheidung noch einmal bekräftigt. Schostok begründet den Einspruch damit, dass ein Halim-Dener-Platz das friedliche Zusammenleben in Hannover gefährde. Zudem erwecke eine Platzbenennung den Eindruck, die Stadt ergreife in einem innertürkischen Konflikt Partei.

Bärbel Hilbig 30.06.2017
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