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Aus der Stadt Schostok wünscht sich Gegenkandidaten
Hannover Aus der Stadt Schostok wünscht sich Gegenkandidaten
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19:41 13.09.2012
Von Mathias Klein
Der SPD-Mann für die Oberbürgermeisterwahl: Stefan Schostok. Quelle: dpa
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Hannover

Der SPD-Oberbürgermeisterkandidat Stefan Schostok will die Bürger bei der inhaltlichen Ausgestaltung seines Programms umfassend einbinden. „Ich verstehe mich als oberster Anwalt der Hannoveraner“, sagte Schostok am Donnerstag bei einem Pressegespräch ein Jahr vor der Oberbürgermeisterwahl im kommenden September. Sein Wahlkampf werde keine Werbekampagne, sondern ein weitreichendes Gesprächsangebot an die Hannoveraner. Mit dem Hintergrund der vielen Gespräche, die er führen wolle, werde er konkrete Vorschläge für die Zukunft der Stadt machen.

Schostok will im kommenden Monat eine sogenannte Wahlkampfkommission gründen. Darin sollen nicht nur SPD-Leute vertreten sein, sondern auch „Menschen aus der Stadtgesellschaft“, wie er sagte. „Von denen erhoffe ich mir freundschaftliche Beratung für meinen Wahlkampf“, erläuterte er.

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Im Februar, März und April will Schostok durch die Stadtteile ziehen und dort mit den Bürgern über deren Probleme vor Ort sprechen. Im April und Mai sollen öffentliche Foren zu den wichtigen Themen in der Stadt organisiert werden. Im Juni schließlich will die SPD mit einem Zukunftskongress in die heiße Phase des Wahlkampfes eintreten. Schostok rechnet damit, dass der Oberbürgermeister am 15. oder am 22. September gewählt wird. Das sind die beiden wahrscheinlichsten Termine für die Bundestagswahl, am gleichen Tag soll dann auch das Stadtoberhaupt gewählt werden.

Der SPD-Kandidat kritisierte die hannoversche CDU, weil diese bislang keinen Gegenkandidaten aufgestellt habe. „Ich fühle mich im Moment ein bisschen allein“, sagte er. Wenn die CDU dann vielleicht im Februar ihren Kandidaten präsentiere, habe er schon konkrete inhaltliche Vorschläge in der Tasche.

Schostok gab am Donnerstag indirekt zu, dass er noch an seinem Bekanntheitsgrad bei den Hannoveranern arbeiten muss. „Ich  muss die Menschen in dieser Stadt intensiv kennenlernen.“ Dazu soll auch das Schorsenfest dienen, dass die SPD am morgigen Sonnabend feiert. Auf dem Platz der Weltausstellung stehen unter einem Stoffschirm mit 19 Metern Durchmesser neben Schostok unter anderem Oberbürgermeister Stephan Weil und der Bremer UN-Sonderbevollmächtigte für Sport, Willi Lemke, zu Gesprächen zur Verfügung.

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