Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Schröder-Köpf gibt Wahlkreisbüro in Döhren auf
Hannover Aus der Stadt Schröder-Köpf gibt Wahlkreisbüro in Döhren auf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 08.01.2015
Von Andreas Schinkel
Umgezogen: Doris Schröder-Köpf bei der Eröffnung ihres Büros in Döhren 2012. Quelle: Rainer Dröse
Anzeige
Hannover

„Die Laufkundschaft in Döhren blieb leider aus“, sagt Schröder-Köpf im Gespräch mit der HAZ. Eigentlich sollten die großzügigen Räume ein Anlaufpunkt für Bürger in ihrem Wahlkreis sein, doch am Ende haben sich dort fast ausschließlich Parteigremien versammelt. „Bürger kommen nur noch selten persönlich vorbei, sie schicken mir vor allem Mails“, sagt die Gattin von Altkanzler Gerhard Schröder.

Im September 2012 sind die Büroräume an der Hildesheimer Straße eröffnet worden. 150 Gäste waren damals geladen, darunter viel politische Prominenz. „Jetzt sind wir wieder im Stadtteil präsent“, sagte der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, Angelo Alter. Tatsächlich bedeutete die Büroeröffnung eine historische Zäsur. Vor mehr als 30 Jahren hatten Rechtsextremisten das damalige SPD-Büro in der Landwehrstraße mit Hakenkreuzen beschmiert, kurz darauf wurde auf die Räume ein Brandanschlag verübt. Das Büro brannte völlig aus.

Anzeige

Auch Schröder-Köpfs Büro im Stadtteil wurde kurz nach der Eröffnung attackiert. Dreimal flogen Steine in die Fensterscheiben. Mitglieder der inzwischen verbotenen rechtsextremen Gruppe Besseres Hannover statteten dem Büro einen Besuch ab und hinterließen Propagandamaterial. Zwischenzeitlich stellte die Polizei den Wahlkreissitz unter Polizeischutz und installierte eine Überwachungskamera, Geschichte sollte sich nicht wiederholen. „Wir haben einen längeren Atem“, sagte Schröder-Köpf damals.

Nun schließt das Büro aus völlig anderen Gründen. „Letztlich hat es sich nicht mehr gelohnt, die Räume zu mieten“, sagt Alter vom SPD-Ortsverein. Äußerst selten haben Bürger das Büro betreten, und die Versammlungen von Bezirksratsfraktion, Jungsozialisten und anderen Genossen könne man auch im Freizeitheim Döhren abhalten. „Ein Vorteil ist, dass wir dort Kontakt zu anderen Vereinen bekommen“, sagt Alter. So bleibe man nicht nur unter sich. Schröder-Köpf unterhält ohnehin mehrere Büros im Stadtgebiet.

In ihrer Funktion als Landesbeauftragte für Migration hat sie Dienstzimmer in der Windmühlenstraße, als Abgeordnete steht ihr zudem ein Büro im Landtagsgebäude zu. In der Odeonstraße arbeiten jetzt ihre Beschäftigten aus dem ehemaligen Wahlkreisbüro - zusammen mit Angestellten anderer SPD-Landtagsabgeordneter.

Im Zooviertel wiederum unterhalten Schröder-Köpf und ihr prominenter Ehemann ein gemeinsames Büro, um ihre Angelegenheiten zu regeln. „Frau Schröder-Köpf hat viel Zeit damit verbringen müssen, Akten von A nach B zu transportieren“, sagt Alter.

Aus der Stadt Erinnerungstätte am Kröpcke - Gedenkort für Tugce A. wird geräumt
Bernd Haase 05.01.2015
Aus der Stadt Güterbahnhof, Herrenhausen, Gedenken - Das ist heute in Hannover wichtig
06.01.2015
05.01.2015