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Aus der Stadt Schröder-Köpf hält Rennen in der SPD offen
Hannover Aus der Stadt Schröder-Köpf hält Rennen in der SPD offen
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08:37 10.02.2012
Von Gunnar Menkens
Doris Schröder-Köpf und Sigrid Leuschner wollen beide für den Landtag kandidieren. Quelle: Körner
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Hannover

Am Donnerstagabend, gegen 22.30 Uhr, war es dann doch geschafft: Im Duell um eine Landtagskandidatur in Döhren haben Sigrid Leuschner und Herausforderin Doris Schröder-Köpf eine langwierige Bewerbungstour überstanden, die sie durch fünf Ortsvereine der SPD geführt hatte. Die Genossen aus Oststadt/Zoo waren am Donnerstag die Letzten in dieser Reihe. Sie stimmten mit 16 zu neun Stimmen für die Ehefrau von Altkanzler Gerhard Schröder.

Nun gibt es, je nach Lesart, zwei Siegerinnen der Kandidatenkür. Die 60-jährige Landtagspolitikerin Leuschner liegt vorn, weil sie in der entscheidenden Delegiertenversammlung im März auf 21 Stimmen hoffen kann – jedenfalls dann, wenn sämtliche Entsandte sich an die Ergebnisse aus den fünf Ortsvereinen halten. So ist es Tradition in der Partei, und so erwarten es Vorsitzende an der Basis. „Sonst müssten wir diese Mitgliederversammlungen nicht machen“, sagte Oststadt-Chef Dieter Böversen. Schröder-Köpf liegt mit 19 Delegierten knapp zurück. Je größer ein Ortsverein ist, desto mehr Delegierte schickt er.

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Rechnet man aber die abgegebenen Stimmen gegeneinander, ist das Ergebnis ein komplett anderes. Die 48 Jahre alte Schröder-Köpf überzeugte auf den fünf Versammlungen 151 Genossen, Leuschner lediglich 121. Dies müsse auf der Delegiertenversammlung berücksichtigt werden, fordern einflussreiche Sozialdemokraten, die lieber Schröder-Köpf in den Wahlkampf schicken möchten.

Die Bewerberinnen kommentierten die unentschiedene Lage entsprechend unterschiedlich. „Ich hoffe, die Delegierten halten sich an die Resultate aus den Ortsvereinen“, sagte Leuschner. Schröder-Köpf entgegnete, sie habe „die Mehrheit der Menschen, die in den Mitgliederversammlungen waren“.

Als Landtagskandidatin für den Wahlkreis Hannover-Mitte favorisierte der Ortsverein Oststadt Jasmin Ababian-Vogel. Die Geschäftsführerin eines sozialen Zentrums setzte sich deutlich gegen Michael Höntsch und Peggy Keller durch.

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