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Aus der Stadt Schüler gründen Firmen
Hannover Aus der Stadt Schüler gründen Firmen
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11:31 02.07.2009
Von Bärbel Hilbig

„Wir erhoffen uns davon eine Verbreitung unseres Wirtschaftsmodells, das soziale Werte und Demokratie fördert“, sagte am Mittwoch Michael Bockelmann, Verbandsdirektor des Genossenschaftsverbands am Sitz Hannover. Eine Auswertung hat jetzt ergeben, dass bereits nach zwei Jahren Pilotphase positive Ergebnisse festzustellen waren.

In Niedersachsen haben seit 2006 bisher 28 Schülerfirmen die Rechtsform der Genossenschaft gewählt. „Die Schüler lernen dabei, strategisch zu denken und im Sinne der Gemeinschaft zu handeln“, sagte Bockelmann. Bei Bewerbungen seien diese Jugendlichen aufgrund ihres Wissens eindeutig im Vorteil, sagte Rainer Backenköhler, Direktor des Genossenschaftsverbands Weser-Ems.

Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann und Vertreter des Genossenschaftsverbands unterzeichneten am Mittwoch eine Vereinbarung, die eine Kooperation für weitere drei Jahre festlegt. Das Ministerium hat zwei Lehrer für einen Teil ihrer Arbeitszeit freigestellt, die Schüler bei der Gründung einer Genossenschaft beraten.

Ein weiterer Berater kommt vom Genossenschaftsverband. In Weser-Ems bietet der Verband jetzt zum Beispiel Kurse, die Schülern Grundlagen der Buchhaltung und den Grundgedanken des Genossenschaftswesens vermitteln. Das Projekt sei bundesweit einzigartig, lobte Heister-Neumann. „Andere Bundesländer haben großes Interesse, das zu übernehmen.“

In der Region gibt es bisher vier Schülergenossenschaften. Die Firma „Ganz real“ der Waldorfschule am Maschsee bietet Kinderbetreuung sowie Bewirtung und verkauft in einem eigenen Laden Holzprodukte. „Sie kooperieren mit einer Schule in Ghana, der sie einen Teil ihrer Erlöse geben“, sagt Norbert Klüh, Koordinator für Schülergenossenschaften in Niedersachsen.

Das Gymnasium Isernhagen handelt mit Gewürzen aus Sri Lanka und lässt dort in einem Projekt Schulhefte drucken. Die IGS List produziert und verkauft Honig, Schüler der IGS Kronsberg trainieren Senioren am Computer.

Eltern und Pädagogen wollen eine Grundschule gründen, die Kindern mit und ohne Behinderung gleichermaßen offensteht. „Der Unterricht soll so individuell gestaltet werden, dass jeder Schüler die Lernmöglichkeiten bekommt, die er braucht“, sagt Elke Lengert vom Verein „Mittendrin“, der sich für die Integration von Menschen mit Behinderung einsetzt.

Bärbel Hilbig 02.07.2009

Der jährliche Kampf um die Finanzierung von integrativen Krippen- und Hortplätzen lässt Eltern behinderter Kinder in Hannover nahezu verzweifeln. Nur fünf Hort- und sieben Krippenplätze für Kinder mit Behinderung gibt es derzeit in Hannover – und auch diese Plätze könnten nun verloren gehen, fürchtet der Verein „Mittendrin Hannover“, der sich für die Integration behinderter Menschen einsetzt.

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Bärbel Hilbig 02.07.2009