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Aus der Stadt „Schüler sollen lernen, nicht putzen“
Hannover Aus der Stadt „Schüler sollen lernen, nicht putzen“
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00:20 22.06.2014
Von Saskia Döhner
Wenn Schüler putzen, müssen Profi-Putzkräfte seltener kommen. Quelle: Armin Weigel (Symbolfoto)
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Hannover

In der Schule sollten Kinder etwas lernen, meint Elternvertreterin Ute Lange-Kunzmann, und das sollten nicht gerade Wischen und Staubsaugen sein. „Reinigungsleistungen gehören nicht zu den Pflichten der Schüler, dafür muss geeignetes Personal eingesetzt werden“, sagt die Mutter. Nichts einzuwenden hat sie gegen die übliche Praxis, dass Schüler nach Unterrichtsende ihre Tische aufräumen, die Tafel abwischen oder mal eben schnell mit dem Besen durchfegen.

Auch Elternputztage am Ende eines Schuljahres seien sinnvoll, aber die Stadt dürfe Kindern und Eltern nicht die tägliche Grundreinigung überlassen. Seit Jahren beschweren sich Eltern immer wieder über dreckige Klassenräume und Flure. Aus Kostengründen setze die Stadt viel zu wenige Putzkräfte ein, die dann auch kaum noch Zeit zum gründlichen Reinigen hätten. Lehrer berichten, dass sie mit ihren Klassen ohnehin schon selbst Regale und Schränke abstaubten, weil dies sonst niemand mache.

Es sei aber Sache des Schulträgers, ordentliche Lernbedingungen zu schaffen, und dazu gehörten auch saubere Unterrichtsräume, heißt es im Stadt­elternrat. Gerade in Ganztagsschulen müsse häufiger geputzt werden.

Auch bei den Jugendlichen kommt der Vorschlag, selbst zu putzen, nicht so gut an. „Wann soll man das denn machen?“, fragt Schüler Nicolas Römer, „nach der Schule – und dann noch später nach Hause kommen? Oder in der Mittagspause, die nur 45 Minuten dauert und kaum zum Essen reicht? Und sollen nur Einzelne oder alle putzen?“ Lars Ölscher von der Integrierten Gesamtschule Roderbruch verweist allerdings darauf, dass es auch ganz lehrreich sein könne, Schüler ihren Dreck selbst entfernen zu lassen: „Keiner wirft Müll auf den Boden, wenn er ihn hinterher wieder einsammeln muss.“

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