Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Schweinegrippe: Ärzte verunsichert
Hannover Aus der Stadt Schweinegrippe: Ärzte verunsichert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:05 29.07.2009
Wer muss mit Quarantäne rechnen - wer nicht? Die Unsicherheit ist groß. Quelle: Rainer Surrey

Die sogenannte Schweinegrippe sorgt erneut für Verwirrung: Offenbar herrscht unter Ärzten große Unsicherheit, wie sie mit gesunden Kontaktpersonen von Infizierten umgehen sollen, die wegen der derzeit geltenden Quarantäneregeln nicht zur Arbeit dürfen. „Wir wissen nicht, ob wir sie krankschreiben dürfen“, sagt etwa Helmut Beermann, Hausarzt in der Südstadt. Aus medizinischer Sicht bestünde dazu kein Anlass, gleichwohl bräuchten die Betroffenen für den Arbeitgeber eine Begründung für ihr Fernbleiben.

Wie Beermann beklagen viele Hausärzte einen mangelhaften Informationsfluss seitens der Behörden. „Von offizieller Seite haben wir bisher keine Hinweise zum Umgang mit Kontaktpersonen erhalten“, sagt Norbert Klein, Allgemeinmediziner aus Linden. Auf Nachfrage der HAZ erklärte die Region jedoch, es gebe eine Regelung. Nach Auskunft von Sprecherin Christina Kreutz reicht die amtliche Verfügung, mit der Kontaktpersonen ein befristetes Arbeitsverbot erhalten, als Nachweis für die Fehlzeit aus. Seit der Lockerung der Quarantänevorschriften wird das Erscheinen am Arbeitsplatz den Kontaktpersonen nur noch untersagt, wenn sie – wie etwa Lehrer – mit größeren Menschengruppen zu tun haben oder im medizinischen Bereich tätig sind.

Gesunde Selbstständige, die wegen der Quarantäneregeln nicht arbeiten dürfen, wiederum sorgen sich wegen des Verdienstausfalls. „Ich musste meine Praxis für vier Tage schließen, weil ich eine Patientin behandelt habe, deren Mann mit Influenza H1N1 infiziert war – mein Personal musste ich natürlich weiterbezahlen“, berichtet Konstanze Herzog, Gynäkologin aus Linden. Beim Regionsgesundheitsamt habe ihr niemand sagen können, ob die Ausfälle ersetzt würden. Ein Sprecher des Sozialministeriums erklärte allerdings, laut Infektionsschutzgesetz hätten Freiberufler Anspruch auf Zahlungen des Landes, die beim Verwaltungsamt beantragt werden können.

Weitere Planungen: Aktuell sind in der Region 18 Personen neu an H1N1 erkrankt, 38 stehen zurzeit unter Quarantäne – seit Ausbruch der Influenza stieg die Zahl der Infizierten auf 251. Weil die Behörden zum Schulanfang mit einer weiteren Zunahme rechnen, sollen Ende der Woche landesweit alle Schulen, aber auch Kitas per Mail mit Informationen und Hygienevorschriften versorgt werden. Zudem will das Land eine Internetseite einrichten, auf der Wissenswertes zu H1N1 abgerufen werden kann.

Polizei: Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat einen Pandemieplan speziell für alle Dienststellen in Niedersachsen gefordert. Die Beamten seien überdurchschnittlich gefährdet, weil sie im Dienst regelmäßig mit zahlreichen Personen in Kontakt kämen, so die GdP. Das Innenministerium wies die Forderungen zurück. Es existiere ein Notfallplan.

von Juliane Kaune, Daniel Behrendt und Tobias Morchner

Egal ob Sandalen, Sommerkleider, Shorts oder Gartenmöbel: In Hannover sind fast alle Sommerwaren derzeit stark reduziert – und Schnäppchenjäger kommen schon seit einiger Zeit voll auf ihre Kosten. Da fiel es kaum auf, dass am Montag der offizielle Startschuss für den Sommerschlussverkauf fiel.

27.07.2009

Sonnenenergie aus dem Zentrum der Stadt: Am Montag hat die Windwärts Energie GmbH begonnen, auf der Ernst-August-Galerie eine der größten Photovoltaikanlagen der Region zu errichten.

Sonja Fröhlich 29.07.2009
Aus der Stadt 60-Jahre-Gewinnspiel - Der Gewinner steht fest!

Herzlichen Glückwunsch! Die Gewinnerin unseres Spiels „60 Schlagzeilen aus 60 deutschen Jahren“ steht fest: „Pippi“.

27.07.2009