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Aus der Stadt Schwierige Tätersuche im Mordfall Annika B.
Hannover Aus der Stadt Schwierige Tätersuche im Mordfall Annika B.
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22:51 06.12.2011
Von Tobias Morchner
Die Flut von Hinweisen zum Mord an der Studentin Annika B. stellt die Ermittler vor besondere Herausforderungen. Quelle: Christian Elsner
Hannover

„Die Ergebnisse unserer Ermittlungen müssen schließlich in einem späteren Verfahren jeglicher Prüfung vor Gericht standhalten“, sagt Polizeisprecher Holger Hilgenberg.

Zu den 180 Hinweisen, die sich ausschließlich auf die Phantomskizze beziehen, kommen noch zahlreiche weitere Fundstücke vom Tatort, aus dem Internet sowie dem Computer und dem Handy der 20-jährigen Studentin. Zudem müssen die Mordermittler stets die Kommentare, die zu dem Zeugenaufruf online abgegeben werden, im Auge behalten. Einerseits müssen sie verhindern, dass Benutzer sich in irgendeiner Weise abfällig zu dem Fall äußern. Andererseits könnten sich zwischen den mehr als 20.000 Kommentaren bei Facebook auch weitere wichtige Hinweise verbergen. Es wird also noch eine ganze Weile dauern, bis alle Angaben der Zeugen von der Polizei bearbeitet und ausgewertet sind.

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Annika B. war am 1. Advent gegen 19.15 Uhr vor ihrer Wohnung in der Kohlrauschstraße durch mehrere Messerstiche getötet worden. Der Angreifer hatte der jungen Frau offenbar aufgelauert und ohne Vorwarnung auf sie eingestochen. Zeugen hatten einen etwa 25 bis 30 Jahre alten Mann vom Tatort flüchten sehen. Er soll etwa 1,80 Meter groß und Brillenträger sein. Er hat blonde, kurze Haare und trug an dem Abend eine dunkle Kapuzenjacke. Die Polizei vermutet, dass die 20-Jährige ihren Mörder gekannt hat. Die Hintergründe der Bluttat sind aber weiterhin unklar. Bislang gibt es in dem Fall weder einen Tatverdächtigen noch eine heiße Spur.  

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