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Aus der Stadt Seidel wechselt zum Flughafen
Hannover Aus der Stadt Seidel wechselt zum Flughafen
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19:44 26.03.2012
Von Bernd Haase
Zeit für Politik: Jens Seidel. Quelle: Archivbild
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Hannover

"Der Fraktionsvorsitz bringt viel Aufwand mit sich. Das lässt sich mit der Arbeit in einem etablierten, öffentlichen Unternehmen wie dem Flughafen besser vereinbaren", sagt der 42-Jährige und verwies auf seine Kollegin Christine Kastning (SPD), die bei der Norddeutschen Landesbank beschäftigt ist.

Hauptanteilseigner beim Flughafen sind das Land Niedersachsen und die Stadt Hannover. Spekulationen, politische Beziehungen könnten bei dem Arbeitgeberwechsel eine Rolle gespielt haben, wiesen sowohl der Flughafen als auch Seidel zurück. "Die Stelle war öffentlich ausgeschrieben, ich habe mich ganz normal beworben", betont er. Laut Flughafen hat sich ein übliches Auswahlverfahren samt Vorstellung bei der Geschäftsführung und Anhörung durch den Betriebsrat angeschlossen. Referenzen bringt Seidel mit: Bei der zur Mediengruppe Madsack zählenden Citipost ist Seidel Vertriebsleiter.

Seine erhofften Freiheiten für politische Tätigkeit könnte Seidel an mehreren Stellen nutzen. Zum einen ist er gerne Fraktionsvorsitzender, wie er sagt. Zum anderen braucht die hannoversche CDU sowohl einen Oberbürgermeisterkandidaten, der im September 2013 gegen den Sozialdemokraten Stefan Schostok antritt, als auch einen Nachfolger für Rita Pawelski im Bundestag. Ob Seidel sich für einen der Posten bewerben wird, ließ er gestern offen.

Ihren Bundestagskandidaten muss die CDU schon innerhalb der nächsten fünf Monate finden. Als Anforderungsprofil hatte Parteichef Dirk Toepffer unter anderem kein allzu hohes Alter, politische Erfahrung und hannoverschen Stallgeruch genannt. Das bringt Seidel mit. Allerdings gilt innerhalb der Partei auch der Ratsherr Oliver Kiaman als Aspirant für den Weg nach Berlin.

Die von der Stadt-CDU formulierten Kriterien für einen Oberbürgermeisterkandidaten erfüllt Seidel hingegen nicht. "Wir wünschen uns eine Frau mit Verwaltungserfahrung, also jemanden, der das genaue Gegenstück zu Schostok ist", sagt Toepffer. Zu konkreten Namen äußert er sich nicht, betont aber auch, dass aus Sicht der Partei keine Eilbedürftigkeit besteht.

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