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Aus der Stadt Senat äußert sich zum Abwahlverfahren an der Hochschule Hannover
Hannover Aus der Stadt Senat äußert sich zum Abwahlverfahren an der Hochschule Hannover
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00:15 08.02.2013
Von Juliane Kaune
Vom Senat abgewählt: Rosemarie Kerkow-Weil, Präsidentin der HsH an der Expo-Plaza. (Archiv)
Vom Senat abgewählt: Rosemarie Kerkow-Weil, Präsidentin der HsH an der Expo-Plaza. (Archiv) Quelle: Rainer Surrey
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Hannover

Am Donnerstag steht nun der zweite notwendige Schritt in dem Abwahlverfahren an. Der Hochschulrat, ein mit Externen besetztes Gremium, kommt zusammen, um sein Votum zu dem landesweit einmaligen Vorgang abzugeben. Erwartet wird, dass der Rat die Senatsposition nicht stützt – und die HsH sich auf eine weitere Durststrecke im Wartezustand einstellen muss.

Vor diesem Hintergrund hat der Senat in dem Verfahren jetzt erstmals öffentlich Stellung bezogen. Auf Anfrage der HAZ erklärte Senatssprecher Prof. Josef Wehberg gestern, nicht nur die Senatoren hofften, „dass auch der Hochschulrat das Votum bestätigt“. Über das Abwahlergebnis hinaus gebe es Stellungnahmen von vier der fünf Fakultätsräte sowie von studentischen Organen, die die Entscheidung des Senats unterstützten. Dem Präsidium wird autoritärer Führungsstil und mangelnde Transparenz bei Beschlüssen vorgeworfen; zudem gibt es einen Streit um Zulagen für Professoren. „Die seit fast einem Jahr immer deutlicher werdenden Zeichen einer Krise, die studentischen Demonstrationen und die breite Hochschulmeinung dürfen nicht ignoriert werden“, sagte Wehberg an die Adresse des Hochschulrats. „Die Hochschule befindet sich in dramatischer Starre, solange der Abwahl nicht die Entlassung folgt.“ Die Entlassung kann nur das Ministerium einleiten – und zwar erst, wenn der Hochschulrat gehört wurde.

Im Vorfeld der morgigen Sitzung wollte dessen Vorsitzender, Valentin Schmidt, sich gegenüber der HAZ nicht äußern. Laut Wahlordnung ist eine einfache Mehrheit der stimmberechtigten Mitglieder für ein Votum nötig; vier von sieben müssen anwesend sein. Dazu gehören neben Vertretern aus Wissenschaft und Ministerium Tina Voß, Chefin der gleichnamigen Zeitarbeitsfirma, und Heinrich Jagau, Vize-Vorstandssprecher der Sparkasse Hannover. Billigt der Rat das Senatsvotum nicht, ginge der Vorgang wieder an den Senat. Bei einem zweiten Patt müsste das Ministerium aktiv werden, weil sonst die HsH blockiert wäre. Wahrscheinlich ist, dass dann vorübergehend externe Personen an die Spitze kommen.

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