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Aus der Stadt Serientäter bescheren der Polizei Überstunden
Hannover Aus der Stadt Serientäter bescheren der Polizei Überstunden
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00:15 11.03.2015
Von Tobias Morchner
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Hannover

Zum Fall des Raubmörders von Stöcken, dem bislang rund 20 Taten angelastet werden - Tendenz steigend. Und zu den bislang acht Überfällen des Mannes mit der Ohrenklappenmütze, der inzwischen die Geschäftsleute der ganzen Stadt in Angst versetzt. Zuletzt schlug der Mann am Freitagabend zu und überfiel einen Kik-Markt an der Vahrenwalder Straße. Beide Fälle weisen gewisse Parallelen auf. Die Ähnlichkeizen beschäftigen auch die Ermittler der Kriminalfachinspektion (KFI) 2.

Die Taktik:
Beide Täter gehen trotz großen öffentlichen Drucks weiter nach immer gleichem Muster vor. Der mutmaßliche Raubmörder hat sich auf Supermärkte spezialisiert, die nahe an der Autobahn liegen. Der Räuber mit der Ohrenklappenmütze schlägt stets kurz vor Ladenschluss zu.

Die Tatorte:
Beide Täter haben ihr Vorgehen allerdings den Umständen angepasst. Der Raubmörder ist offenbar nicht mehr ausschließlich entlang der A 2 unterwegs. Die beiden jüngsten Tatorte lagen an der A 7 und der A 9. Der Fellmützen-Mann hatte sich zunächst auf kleinere Geschäfte in der Innenstadt konzentriert. Jetzt hat er seinen Aktionsradius erweitert. Die jüngsten Taten verübte er in Kleefeld und in Vahrenwald.

Die Hinweise:
Zu beiden Männern gibt es trotz Fotos, die Überwachungskameras aufgenommen hatten, kaum Hinweise. Sie scheinen sich entweder bewusst oder nur ganz zufällig den modernen Fahndungsmethoden zu entziehen. Offenbar benutzen beide Männer keine Handys, sodass ihnen die Behörden nicht per Funkzellenabfrage auf die Schliche kommen können. Auch EC-Karten und Bankautomaten scheinen die beiden Männer zu meiden, sodass dort ein Datenabgleich die Fahnder nicht weiterbringen würde.

Die Motive:
Beide Täter scheinen einen gewissen Druck zu verspüren, weiterhin Straftaten zu begehen. Im Fall des Stöckener Raubmörders hatten die Ermittler lange geglaubt, dass der Täter spielsüchtig ist und ihn die Abhängigkeit motiviert zum Weitermachen. Ähnliches trifft aller Wahrscheinlichkeit nach auch auf den Mann mit der Ohrenklappenmütze zu. Anders ist die hohe Frequenz seiner Taten, acht Überfälle in vier Wochen, nicht erklärbar.

Die Gefahr:
Es gibt aber wichtigen einen Umstand, der die beiden Täter trennt. Während der Mützen-Mann noch nicht von seiner Schusswaffe Gebrauch gemacht hat, schreckt der Raubmörder davor nicht zurück. In Stöcken wurde 21-Jähriger getötet, ein weiterer Mann verletzt. Insgesamt hat der Supermarkt-Räuber bislang fünf Mal während eines Überfalls um sich geschossen. Es wartet also noch eine Menge Arbeit auf die Ermittler der KFI 2.

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