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Aus der Stadt Sicherheitsdienst soll Trinkgelage auf der Limmerstraße verhindern
Hannover Aus der Stadt Sicherheitsdienst soll Trinkgelage auf der Limmerstraße verhindern
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00:15 06.03.2013
Von Tobias Morchner
Problem „Limmern“: Trinkgelage auf der Limmerstraße nerven die Anwohner. Quelle: Hagemann
Hannover

Führt das Vorhaben nicht zum Erfolg, ist zumindest für den Bereich des Raschplatzes ein Alkoholverbot in Planung. Doch die Ankündigung der Politiker ruft in den betroffenen Stadtteilen gemischte Reaktionen hervor. „Das gefällt mir überhaupt nicht“, sagt Erol Türk, der auf der Limmerstraße einen Kiosk betreibt. „Wenn hier ein Sicherheitsdienst rumläuft, gibt es nur noch mehr Stress.“ Türks Kollege vom Büdchen gegenüber findet den Beschluss, der in der vergangenen Woche präsentiert wurde, richtig. „Das Problem besteht vor allem an den Wochenenden, dann werfen die Betrunkenen mit leeren Flaschen, grölen herum und pöbeln Leute an“, erzählt ein Kioskbesitzer. Aus Angst vor Ärger mit den teilweise sehr aggressiven Trinkern möchte er seinen Namen nicht in der Zeitung lesen.

Ein Stück weiter die Limmerstraße hinunter stehen an diesem Sonnabend Stephan und Daniel mit ein paar Freunden zusammen und trinken Bier. Die beiden Männer sind Anfang 40 und leben seit Jahren in Linden. „Die Szene hier hat sich in den letzten Jahren extrem verändert“, sagt Stephan. Früher hätten sich ausschließlich Menschen aus dem Stadtteil abends auf der Limmerstraße getroffen. „Heute sind es Touristen, die hierher kommen, um Party zu machen. Lindener wie wir bleiben einfach weg oder suchen einen anderen Treffpunkt“, sagt Daniel.

Selbst Studenten verlegen ihre Erstsemesterpartys offenbar bereits in die Limmerstraße. „Wir haben schon Gruppen von 50 bis 100 Leuten beobachtet, die sich am ersten Kiosk am Küchengartenplatz getroffen haben und dann trinkend die Limmerstraße hinuntergezogen sind“, sagt Stephan. Die Idee, mit einem Sicherheitsdienst gegen die Auswüchse des sogenannten „Limmerns“ vorzugehen, heißt er nicht gut. „Wenn dieser Treffpunkt hier nicht mehr so angesagt ist wie jetzt, reguliert sich das von selbst“, sagt er. Bis dahin sollte die Stadt das Geld für die Security-Mitarbeiter lieber in mobile Toiletten und zusätzliche Mülleimer investieren. „Im Sommer stinkt es hier nämlich gewaltig, weil alle in die Ecken pinkeln“, findet Stephan.

Im vergangenen Sommer hatte eine Nachbarschaftsinitiative ein Video ins Internet gestellt, das die Probleme mit den angetrunkenen Partygängern in dem Stadtteil auf zum Teil drastische Weise darstellt. Der Clip, der bis heute knapp 30.000-mal online aufgerufen wurde, endet mit der Frage: „Wie weit geht deine Party?“ Der Film hat die Debatte um den zunehmenden Alkoholkonsum auf der Limmerstraße und die damit verbundenen Belästigungen der Anwohner durch Lärm und Müll weiter angefacht.

Am Raschplatz soll die Zahl der dort bereits jetzt schon tätigen Sicherheitsmitarbeiter künftig erhöht werden. Denn der neu gestaltete Platz, den im Sommer vor allem Diskobesucher bevölkern, gehört der Gesellschaft HRG. Sie hat mit Blick auf die wachsende Zahl der Trinkgelage bereits jetzt die Haus- und Benutzungsordnung für den Platz und die sich anschließende Niki-Promenade verschärft. So ist das Lagern und Liegen auf den Flächen ab sofort untersagt. Verboten sind darüber hinaus alle Verhaltensweisen, die andere Menschen behindern, belästigen oder die Lärm verursachen. Allerdings haben die Sicherheitsmitarbeiter keine Befugnis, beispielsweise einen Platzverweis nach einem Verstoß gegen die Hausordnung auch durchzusetzen. Dabei sind die Securitymitarbeiter auf die Unterstützung der Polizei angewiesen.

Margot Käßmann versteht es, Religion und aktuelle Themen zu verknüpfen. Ob riskante Spekulationen an der Börse, der Pferdefleischskandal oder die Fettnäpfchen von Kanzlerkandidat Peer Steinbrück: Viele Ereignisse, die die Menschen in letzter Zeit bewegt haben, hielten am Sonntag Eingang in ihre Predigt. Die Pastorin sprach beim Gottesdienst in der Marktkirche zu mehr als 500 Zuhörern.

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