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Aus der Stadt Häftling noch immer auf der Flucht
Hannover Aus der Stadt Häftling noch immer auf der Flucht
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17:32 05.10.2014
Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Der 63-jährige Fritz S., der noch immer auf der Flucht ist, war auf einem Freigang in Begleitung einer Justizbeamtin. Als die Frau ihn allein auf eine Männertoilette gehen ließ, nutzte der Mann seine Chance und türmte. S., der wegen schweren räuberischen Diebstahls in Rosdorf bei Göttingen einsaß, sei schon der dritte Häftling, der seit Juni aus einem Gefängnis beziehungsweise während eines Freigangs entkommen konnte, sagte die stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion, Mechthild Ross-Luttmann. „Man muss sich schon fragen, warum der Freigang eines Sicherungsverwahrten ausgerechnet im Getümmel der größten Veranstaltung Niedersachsen der vergangenen Jahre stattfinden muss. Es gab an diesem Tag sicherlich keinen unübersichtlicheren Ort für einen Freigang“, erklärte die Juristin.

Die Mithäftlinge von S. sehen hingegen keinen Grund, warum der 63-Jährige überhaupt in Sicherheitsverwahrung ist. Schließlich gelte er als ungefährlich. Dennoch lasse man ihn trotz verbüßter Haft nicht frei. S. habe „nur die Aussicht, hinter Gittern zu sterben“, sagt der Mitgefangene Helmut E. Man könne es ihm nicht verdenken, dass er „von der Fahne geht“. Im Mai war er nach Verbüßung einer vierjährigen Haftstrafe in den JVA-Trakt für Sicherungsverwahrte aus ganz Niedersachsen gezogen. Er sei „nicht mehr voll auf der Höhe, auch gesundheitlich“, so E.

Tatsächlich ist nur schwer nachvollziehbar, dass das Niedersächsische Justizministerium nach seiner Flucht über Fritz S. schreibt: „Nach gutachterlicher Einschätzung geht von ihm nicht die Gefahr der Begehung erheblicher Straftaten aus.“ Warum Fritz S. dann in Sicherungsverwahrung sitzt, erschließt sich nicht. Er ist mehrfach vorbestraft, saß aber zuletzt nur wegen räuberischen Diebstahls, hat also mit Gewalt versucht, Diebesbeute zu behalten, dabei aber niemanden verletzt.

Trotzdem nutzen CDU und FDP den Vorfall, um die Landesregierung zu kritisieren. Antje Niewisch-Lennartz sei „eine Ankündigungsministerin, die vieles zusagt, aber nichts tut“, sagt Marco Genthe, justizpolitischer Sprecher der FDP und erinnert an das Versprechen der grünen Justizministerin nach der letzten Flucht eines Sicherheitsverwahrten. Anfang Juni hatte ein Sicherheitsverwahrter aus Lingen (Emsland) während eines Freigangs eine 13-Jährige vergewaltigt und war danach untergetaucht. Erst Tage später, nachdem öffentlich nach ihm gefahndet worden war, hatte sich der 51-Jährige der Polizei gestellt. Niewisch-Lennartz hatte damals angekündigt, die Freigangpraxis zu überprüfen. „Das ist offenbar noch nicht geschehen“, sagt Genthe.

CDU und FDP wollen nun einen Antrag stellen, dass die Justizministerin den Rechtsausschuss über den Fall informiert. „Ich erwarte von der Justizministerin konkrete Vorschläge, wie sie das Fluchtrisiko Sicherheitsverwahrter künftig minimieren will“, so Mechthild Ross-Luttmann.

Heiko Randermann 
und Jürgen Gückel

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