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Aus der Stadt Siemens investiert Millionen ins Klinikum
Hannover Aus der Stadt Siemens investiert Millionen ins Klinikum
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10:49 16.03.2012
Von Conrad von Meding
Vertreter vom Klinikum und Siemens haben einen Energie-Contracting-Vertrag unterzeichnet. Quelle: Burkert
Hannover

24 Millionen Euro investiert Siemens in die hoffnungslos veraltete Gebäudetechnik an acht Klinikumsstandorten und übernimmt dann zehn Jahre lang Betrieb, Wartung und Controlling der Anlagen. Weil die Energiekosten des Klinikums dadurch stark sinken sollen, erhält Siemens jährlich 3,6 Millionen Euro aus diesem Budget und finanziert damit die Technik, das Personal und die Kapitalkosten der Investition.

Die Klinikumsgeschäftsführer Norbert Ohnesorg und Karsten Honsel sind sich sicher, mit dem Vertrag die Weichen richtig gestellt zu haben. „Wir sparen fast 50 Prozent der Energie und Kosten und nutzen das für eine zeitgemäße Ausstattung“, sagt Honsel. KRH-Technikchef Thomas Küsters, der das Vorhaben zusammen mit Projektleiter Reiner Albers betreut, berichtet, dass Siemens sich gegen sieben Mitbewerber durchgesetzt habe. „Wir haben uns das beste Gebot herausgepickt.“

Siemens hat nach eigenen Angaben europaweit schon etwa 6500 derartige Energiespar-Contracting-Projekte abgewickelt – das hannoversche Klinikum aber gehöre zu den größten Aufgaben. Vor allem Heizung, Lüftung, Beleuchtung, Wassertechnik und das Energiemanagement würden auf Vordermann gebracht, sagt Carsten Feddern, Siemens-Nord-Chef der Gebäudesparte.

In diesen Tagen nehmen 30 Siemens-Techniker die Arbeit in den Krankenhäusern auf. Sie erneuern Heizkessel oder bauen Blockheizkraftwerke ein, tauschen Heizkörper und Warmwasseranschlüsse, rüsten Anlagen zur Wärmerückgewinnung und Elektrodampfbefeuchter nach, rüsten die Beleuchtungen auf energiesparende Varianten um und bauen Kältemaschinen ein. Am Standort des Klinikums Siloah, wo derzeit für 180 Millionen Euro der Neubau entsteht, wird eine Technikzentrale eingerichtet, von der aus sich alle Anlagen steuern und kontrollieren lassen. Die Investitionen sollen 2013 abgeschlossen sein.

19 000 Tonnen Kohlendioxid sollen jedes Jahr eingespart werden. Der Wärmeverbrauch soll nach Berechnungen von Siemens um 41,6 Prozent zurückgehen, die Stromeinsparung 31 Prozent betragen, der Minderverbrauch beim Wasser zehn Prozent. Die Energieeinsparung werde von Siemens garantiert, sagt Lars Kahlmann, der Vetriebsleiter für das Projekt: „Das Besondere an unserem Modell ist, dass wir finanziell profitieren, wenn unser Kunde weniger verbraucht – wir haben also ein Interesse am Energiesparen.“

Modernisiert wird die Technik an allen Klinikstandorten außer Oststadt-Heidehaus, Siloah und Neustadt. Das hat seine Gründe. In Neustadt ist der Umbau bereits abgeschlossen, die Investition dort galt als Pilotversuch für das jetzt gestartete Hauptprojekt. Am Siloah-Standort wird das neue Großkrankenhaus gebaut, dort läuft derzeit die Ausschreibung für die Haustechnik. Und wenn der Bau fertig ist, werden die Gebäude des Standorts Oststadt-Heidehaus aufgegeben und abgerissen – dort lohnt keine Investition in Haustechnik mehr. An allen anderen Standorten aber setze das Klinikum „Maßstäbe für Energieeffizienz“, verspricht Ohnesorg.

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