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Aus der Stadt Feuerwehr muss zu Dutzenden Bränden ausrücken
Hannover Aus der Stadt Feuerwehr muss zu Dutzenden Bränden ausrücken
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18:18 01.01.2018
Containerbrand im Sahlkamp: Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Vinnhorst.
Containerbrand im Sahlkamp: Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Vinnhorst. Quelle: Christan Elsner
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Hannover

 Die Feuerwehr hat eine Bilanz der Silvesternacht gezogen. Zwar mussten Feuerwehr und Rettungsdienste seltener ausrücken als im Vorjahr, dennoch wurden 63 Brandeinsätze sowie mehr als 200 Notfalleinsätze allein in Hannover gemeldet. Wie die Feuerwehr am Neujahrsmorgen mitteilte, brannten überwiegend Müllbehälter, Container und Hecken, die durch Feuerwerkskörper entzündet worden waren.

Gravierender war hingegen der Einsatz in der Aschendorfer Straße (Bemerode): Dort war gegen 5.30 Uhr ein VW Tiguan in Brand geraten und wurde durch die Flammen zerstört. Das Feuer griff auf ein angrenzendes Reihenhaus über. Der Schaden beträgt nach Polizeiangaben rund 100.000 Euro.

In Bemerode ist in der Silvesternacht ein Autobrand auf ein Haus übergegriffen.

Auch in der Südstadt fing ein Auto Feuer. Gegen 0:45 Uhr war ein Mercedes an der Straße Am Emmerberge in Brand geraten. Der Schden beläuft sich auf rund 30.000 Euro.

Feuerwerkskörper entzünden Möbel auf Balkon

In der Kollenrodtstraße (List) hatten kurz vor Mitternacht Möbel andere Gegenstände auf einem Balkon im vierten Obergeschoss Feuer gefangen. Die Feuerwehr konnte die Flammen schnell löschen und ein Übergreifen auf die Wohnung verhindern. Im Garten eines Einfamilienhauses im Badenstedter Gustav-Schenk-Weg brannten mehrere Tannen. Im Sahlkamp fingen mehrere Container am Schwarzwaldweg Feuer. 

Containerbrände zu Silvester: Unterwegs mit der Bereitschaft der Freiwilligen Feuerwehr Vinnhorst.

In der Nacht musste die Feuerwehr auch zur Ricarda-Huch-Schule in der List ausrücken. Dort war ein Briefkasten in Brand geraten war, sodass brennende Briefe in den dahinter liegenden Flur gefallen waren. Die Einsatzkräfte öffneten die Tür und löschten die glimmenden Papierreste.

Der Rettungsdienst hatte in Hannover ebenfalls alle Hände voll zu tun. Insgesamt 216 Mal mussten die Retter ausrücken. Meist wurden sie bei Alkoholvergiftungen und Verletzungen nach Stürzen oder handgreiflichen Auseinandersetzungen gerufen. Zudem gab es mehrere Verletzte durch Böller.

Einsatzfahrzeuge angegriffen

Zu schaffen machte den Helfern das Verhalten einiger Feiernder: Sie beschossen die Einsatzfahrzeuge wiederholt mit Raketen und Böllern. Gegen 1.45 Uhr wurde ein Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Linden durch einen Flaschenwurf demoliert. Die linke A-Säule des Wagens und die Windschutzscheibe wurden beschädigt. Der oder die Täter konnten nicht gefasst werden.

Von frs/tm