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Aus der Stadt Sind bald Lichter an der Raschplatz-Brücke?
Hannover Aus der Stadt Sind bald Lichter an der Raschplatz-Brücke?
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12:21 20.03.2015
Von Andreas Schinkel
„Die Brücke sollte nicht mehr wie eine Barriere zwischen City und List wirken“: Die Raschplatz Hochstraße wird derzeit saniert. Quelle: Michael Thomas
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Hannover

„Die Idee, die Brücke mit Licht in Szene zu setzen, ist für uns nicht vom Tisch“, sagt SPD-Kulturpolitikerin Belgin Zaman. Sie erwartet jetzt Vorschläge aus der Bauverwaltung, wie das Bauwerk verschönert werden kann. „Die Brücke sollte nicht mehr wie eine Barriere zwischen City und List wirken“, sagt Zaman. Unterstützung bekommt sie von FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke, der der Bauverwaltung vorwirft, das Thema auszusitzen. Grünen-Kulturpolitiker Oliver Kluck kann sich ein Lichtspiel an der Brückenunterseite durchaus vorstellen. „Aber die Verkehrssicherheit muss gewährleistet sein“, sagt er.

Kürzlich kündigte Stadtbaurat Uwe Bodemann im Bauausschuss an, Unterbau und Stützpfeiler der Brücke weinrot zu streichen. Damit soll die graue Betonkonstruktion Farbtupfer bekommen. Allen anderen Gestaltungswünschen aus der Ratspolitik, von einem künstlerischen Anstrich der gesamten Brücke bis zum bunten Lichtband entlang der Fahrbahn, hatte die Verwaltung zuvor eine Absage erteilt. Ein kompletter Anstrich sei einerseits kostspielig, zum anderen könnten Risse in der Bausubstanz nicht mehr rechtzeitig erkannt werden. LED-Lichtstreifen am Brückengeländer würden eine Million Euro verschlingen, rechnete die Stadt vor. Für Scheinwerfer, die die Brücke von außen anstrahlen, sei im Umfeld des Bauwerks kein Platz.

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Die Ratspolitiker sind es leid, immer nur zu hören, was alles nicht geht. Auch das Kostenargument scheint immer weniger zu ziehen. Dem Vernehmen nach fällt die Sanierung der Brücke deutlich günstiger aus als erwartet. 3,5 Millionen Euro hat die Stadt ursprünglich eingeplant, um das Bauwerk wieder in Schuss zu bringen. Um ein paar Hunderttausend Euro sollen die Ausgaben jetzt unterhalb des Ansatzes bleiben. Die Sanierung der Brücke will die Stadt bis zum Sommer beenden.

Mit Bredero-Hochhaus, altem Omnibusbahnhof und Hochstraße zählt das Areal hinterm Bahnhof zu Hannovers hässlichsten Betonecken. „Ein Beleuchtungskonzept könnte den Bereich aufwerten“, meint FDP-Mann Engelke. SPD-Ratsfrau Zaman behält sich vor, eine Kommission einzufordern, wenn die Bauverwaltung keine Ideen auf den Tisch legt. In der Arbeitsgruppe sollen neben Vertretern aus Stadt und Ratspolitik Lichtkünstler und Architekten mitwirken.

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