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Aus der Stadt Skater sollen auf Radwege
Hannover Aus der Stadt Skater sollen auf Radwege
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19:34 20.10.2009
Von Conrad von Meding
Quelle: Christian Behrens (Archiv)

Die Stadtverwaltung prüft das Vorhaben jetzt. Die Idee stammt von der CDU-Fraktion. Anlass ist die seit September geänderte Straßenverkehrsordnung. Die droht den Nutzern der sportlich-schnellen Rollschuhe ein Bußgeld an, wenn sie sich auf Radwegen bewegen – denn Inlineskater gelten ebenso wie Tretroller- und Skateboardfahrer juristisch als Fußgänger und müssen daher den Fußweg nutzen. Fahren auf dem Radweg ist nur erlaubt, wenn ein Zusatzschild „Inliner frei“ montiert ist. Am Maschsee ist das bereits der Fall.

„Das Benutzen von Inlinern stellt eine umweltfreundliche Alternative zum Autofahren dar und sollte gefördert werden“, begründet CDU-Fraktionschef Dieter Prokisch das Ansinnen. Seine Fraktion wollte ursprünglich auch kleinere Straßenabschnitte für Skater freigeben, soweit keine Konflikte mit dem Autoverkehr zu erwarten seien. Das aber trug die rot-grüne Mehrheit nicht mit. Am Ende einigte man sich darauf, dass eine Umwidmung von Radwegen, „wenn sie ausreichend breit sind“, ausreiche.

Wie hoch die Kosten für wohl Hunderte Zusatzschilder sein wird, konnte in der Stadtverwaltung am Dienstag noch niemand sagen. „Wir prüfen das“, bestätigte Sprecher Dennis Dix. Über den Nutzen der Regelung wollte man sich auch in der Polizeidirektion am Dienstag nicht festlegen. „Wenn es zur Harmonisierung im Verkehr beiträgt, wollen wir uns dem nicht versperren“, sagt Sprecher Stefan Wittke. Nötig sei aber wahrscheinlich eine Einzelfallprüfung: „Wie viele Skater sind auf der Strecke unterwegs? Wie breit ist bei einem Radweg breit genug?“ – das sind nur einige der Fragen, die Wittke spontan einfallen.

Die Stadtverwaltung hat vier Monate Zeit, den Politikern eine abschlägige oder zustimmende Antwort auf ihren Antrag zukommen zu lassen.

Hunderte Schrotträder rosten an Hannovers Straßenrändern vor sich hin, verschandeln das Stadtbild und verhindern, dass aktive Radfahrer ihre Fahrräder anschließen können. In der mit viel privatem Geld verschönerten Luisenstraße wollten die Geschäftsleute solche Probleme von vornherein unterbinden.

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