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Aus der Stadt 400 Musiker begeistern in der Swiss Life Hall
Hannover Aus der Stadt 400 Musiker begeistern in der Swiss Life Hall
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19:18 01.02.2015
Von Bernd Haase
Foto: „Die kleine Kneipe“ – in der Version des Repräsentationsorchesters Moldawiens.
„Die kleine Kneipe“ – in der Version des Repräsentationsorchesters Moldawiens. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Musik ist wirklich international. „Die kleine Kneipe“, Peter Alexanders nun auch schon fast vierzig Jahre altes Loblied der Thekenseligkeit, kennt man auch in Moldawien. Das Repräsentationsorchester des Präsidenten der Republik ganz im Südosten Europas hatte es am Sonnabend bei der Musikparade der Nationen in der Swiss Life Hall in Hannover im Repertoire – und zwar in einer schmissigen Variante, wie es sich für ein Blasorchester mit militärischem Hintergrund gehört.

Europas größte Tournee der Marschkapellen hat wieder Station in Hannover gemacht. Bei der Musikparade zeigten einige der besten Marchingbands des Kontinents ihr Können. Mehr als 400 Künstler waren an dem dreistündigen Spektakel in der Swiss Life Hall beteiligt.

Diese Musikparade zählt seit langer Zeit zu den festen Größen im Winterprogramm. Alle Jahre wieder treten Kapellen aus aller Herren Länder zu Europas größter Tournee der Marchingbands an, und wie in den Vorjahren setzte das rund 4000 Fans Richtung Swiss-Life-Hall in Marsch. Dieses Mal waren Großbritannien, Schottland, Italien, Deutschland, Weißrussland, Moldawien und auch die Ukraine vertreten. Es wurde viel paradiert, es gab viele Klassiker der Marschmusik, aber auch immer wieder Ausflüge in populäre Filmmusik, Pop und Rock. Das Orchester des ukrainischen Innenministeriums etwa hatte keine Probleme, erst „We Will Rock You“ von Queen und gleich danach den Gassenhauer „Rosamunde“ zu spielen.

Die Zuschauer in der ausverkauften Halle feierten das mit rhythmischem Klatschen und Applaus – vor allem beim Finale, als alle Bands mit zusammen rund 400 Musikern gemeinsame Sache machten.

Der moldawische Präsident wird übrigens noch eine Zeit auf sein Repräsentationsorchester verzichten müssen. Bis Mitte März rollt die Blechlawine weiter durch die Lande. Für den Dirigenten hat das einen netten Nebeneffekt: Beim Walzer übergibt er den Stab an einen der Volkstänzer aus dem Begleitkorps und tanzt mit dessen Partnerin. Bei Staatsanlässen wäre das bestimmt nicht möglich.     

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