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Aus der Stadt So kommentieren Leser die tödlichen Attacken
Hannover Aus der Stadt So kommentieren Leser die tödlichen Attacken
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18:13 22.04.2017
Quelle: Archiv/Montage

Bis Sonnabendnachmittag wurde der Bericht, dass der 25-jährige Syrer nicht nur einen 23-jährigen Bekannten, sondern auch die 27-jährige Melissa S. erstochen haben soll, weit mehr als 600-mal auf Facebook kommentiert.

Ein 25 Jahre alter Syrer soll nicht nur einen Bekannten in Kleefeld, sondern auch drei Tage zuvor die 27-jährige Melissa S. erstochen haben.

So wie die Bluttaten beim Einkaufen oder in der Markthalle das Thema des Tages waren, so beschäftigten sich auch die HAZ-Leser damit. Viele sahen sie als Beweis an, dass die Asylpolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel gescheitert sei. "So langsam dürfte die Willkommenskultur endgültig kippen. Langsam schwindet jede Hilfsbereitschaft", schreibt etwa Uwe Bentlage. Andere Kommentatoren aus dem rechten Spektrum halten die Tat für eine Folge des "unkontrollierten Massenansturms". Man hätte "diese Morde verhindern" können, wenn man diesen Mann nicht ins Land gelassen hätte, schreibt Michael Pramann. Es gab auch Anmerkungen auf Facebook, die gelöscht werden mussten, weil sie menschenverachtend waren und gegen Flüchtlinge hetzten.

Auf der anderen Seite gab es viele Kommentare, die die Bluttaten differenziert betrachtet wissen wollen und darauf hinwiesen, dass zu den Motiven und einer möglichen psychischen Erkrankung des Syrers noch nichts bekannt sei. "Die Behörden haben gute Arbeit geleistet und einen dringend Tatverdächtigen festgenommen. Die Motive sind laut den Behörden unklar", schreibt Christine Lauer. "Die Gründe und Motive der Tat können wir in keiner Weise beurteilen und vor allem darüber pauschal urteilen. Das sollten wir der Justiz und den Sachverständigen überlassen", kommentiert Tom Müller.

"Ein klares Problem der Masseneinwanderung ist doch nunmehr, dass wir schon vorher mehr psychisch kranke Patienten hatten und viel zu wenige Therapeuten. Durch die Einwanderung vieler traumatisierter Menschen hat sich die Situation verschärft", gibt Daniela Rennebohm zu bedenken.

"Es ist halt nun mal nicht damit getan, Kriegsflüchtlingen nur ein Bett in einer Turnhalle und ein paar Euro für Lebensmittel zur Verfügung zu stellen. Aber wehe, wenn man psychologische Betreuung einfordert. Das kostet immer gleich zu viel Geld", meint Konrad Vormwald.

Mullham D. sitzt nach der tödlichen Attacke auf seinen Landsmann am Dienstagabend in Untersuchungshaft. Über einen zweiten Haftbefehl wegen des Verbrechens in der Südstadt, der am Freitag wegen Totschlags von der Staatsanwaltschaft Hannover beantragt worden war, soll am Montag entschieden werden. Die Hintergründe der beiden tödlichen Messerangriffe innerhalb von nur drei Tagen liegen bislang weiter im Dunkeln.

sbü

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