Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt So schlug sich der E-Up im HAZ-Lesertest
Hannover Aus der Stadt So schlug sich der E-Up im HAZ-Lesertest
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 12.02.2014
Macht Tempo vor allem beim Start: Der E-Up beim Beschleunigungsrennen im ADAC-Fahrsicherheitszentrum in Laatzen gegen den Mercedes von HAZ-Leser Karl-Heinz Steffen. Quelle: Surrey
Anzeige
Hannover

Viele Fragen der HAZ-Leser beschäftigten sich mit dem Fassungsvermögen des Elektrowagens. Kein Wunder: Stromautos sind möglichst klein und leicht gebaut, da kommen einem schon Zweifel, ob im Alltag alles hineinpasst. Ingo Meisenburg aus Ricklingen (Bild) wollte wissen, ob er seine drei Kinder mit dem E-Up zum Kindergarten bringen kann. „Die drei Kindersitze passen nicht einmal im großen Q7 auf die Rückbank“, sagt er. Im E-Up auch nicht – aber mit Johanna (2) und Frida (2) auf der Rückbank und Fritz (4) auf dem Beifahrersitz ging es doch. Meisenburg, sonst begeisterter BMW-Fahrer, kann sich jetzt einen Elektrowagen vorstellen. Familie Sprenger aus Hannovers Süden wollte wissen, ob alle Koffer für eine Südamerikareise in den Wagen passen, um den Weg zum Flughafen zu bewältigen. Das klappte ebenso wie die Bitte von Kerstin Blochberger aus Bothfeld, zwei ausrangierte Schreibtischstühle ihrer Söhne zu einer Freundin in die Südstadt zu bringen. Manchmal kann eine Zeitungsredaktion beim Autotesten einfach auch Gutes tun.

Anzeige

Ladeservice wird besser, privates Cityladen schwierig

Dank eines Adapters lässt sich der E-Up in der heimischen Garage mit einem normalen 220-Volt-Stromanschluss aufladen. HAZ-Leserin Patricia Hanel aus Linden aber wollte wissen, ob man das Elektroauto auch auf offener Straße vor einem Mehrfamilienhaus aufladen kann. Unser Test hat gezeigt: Es geht – mit einem 40 Meter langen Verlängerungskabel, das wir aus einer Hinterhofwerkstatt über den Bürgersteig und die Straße zum Auto gezogen haben. Der Hersteller warnt allerdings dringend davor: Verlängerungskabel sind anfällig für Wärmeentwicklung, im schlimmsten Fall kann das Auto abbrennen.

Mit dem Aufladen an den öffentlich zugänglichen Stationen hat es im Test anfangs Probleme gegeben, die jedoch zum Teil auf Bedienfehler zurückzuführen sind. Dass eine Vollladung an diesen Säulen (Bild) sechs Stunden dauert, ist ein echter Nachteil – die Zeitspanne ist eigentlich zu lang. Ein toller Service ist die mit Gleichspannung betriebene Schnellladestation beim TÜV in Döhren, die den Akku in einer halben Stunde fast komplett füllt. Es ist aber bisher die einzige in Hannover, davon müsste es bald deutlich mehr geben. Auf haz.de empfahlen Leser, in dicht bebauten Gebieten Strommasten der Straßenbeleuchtung mit einem Steckkontakt und Zähler auszurüsten. Gute Idee!

Wenig Reichweite, halbe Kosten

Laut Hersteller schafft der E-Up bis zu 160 Kilometer Reichweite mit einer Stromladung. In unserem Test waren es nur 80 Kilometer – allerdings unter widrigen Bedingungen, weil es kalt war, wir fast ausschließlich im Stadtverkehr mit vielen Stopps gefahren sind und nicht durchgehend im Energiesparmodus unterwegs waren. Als wir den nahezu leer gefahrenen Akku (Restreichweite: 4 Kilometer) wieder an die Ladestation angeschlossen haben, verbrauchte das Aufladen 17,46 Kilowatt. Beim durchschnittlichen Strompreis von brutto 28,2 Cent pro Kilowattstunde betrug der Preis 4,93 Euro für eine Vollladung, pro Kilometer also 6 Cent. Ein Benziner mit 7 Liter Verbrauch kostet pro Kilometer mit gut 10 Cent fast das Doppelte.

Aus der Stadt Paul-Dohrmann-Schule in Burg - Förderschule wird Obdachlosenheim
Andreas Schinkel 09.02.2014
Aus der Stadt Schwimmbäder und Wulff-Aussage - Das ist heute in Hannover wichtig
10.02.2014
21.10.2014