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Aus der Stadt So schmücken Hannoveraner ihren Baum
Hannover Aus der Stadt So schmücken Hannoveraner ihren Baum
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11:57 24.12.2015
Mit oder ohne Kugeln: Die Geschmäcker sind verschieden. Quelle: Montage
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Schmücken Sie noch oder entspannen Sie schon? Die einen schmücken den Baum schon Tage vor Heiligabend, für andere gehört das gemeinsame Behängen der Äste zum Ritual kurz vor dem Essen. Wie halten Sie es? Und vor allem: wie sieht das Ergebnis aus? Zeigen Sie uns Ihren Weihnachtsbaum: Wir freuen uns über Ihre Bilder, die wir hier auf HAZ.de in der großen Fotostrecke veröffentlichen. Knipsen Sie einfach ihren Baum mit dem Handy und mailen Sie uns das Bild an online@haz.de (Betreff: Weihnachtsbaum 2015).

Wie sieht es bei den Hannoveranern zu Weihnachten Zuhause aus? Ordentlich geschmückt ist es auf jeden Fall. Die schönsten Weihnachtsbäume im Überblick.

So geht's auch

Die einen schmücken mit Gurken, die anderen lassen den Baum gleich ganz im Wald. Nicht jeder geht es beim Schmücken des Baumes klassisch an. Fünf HAZ-Redakteure berichten, was an ihrem Baum nicht fehlen darf. 

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Das Holzbäumchen

Weihnachten ist ein Familienfest. Ohne meine Eltern und meine Schwestern würde ich Heiligabend nicht feiern. Und da wir das traditionell in der Wohnung meiner Eltern machen, kam mir lange Zeit nicht die Idee, einen Christbaum in meiner eigenen aufzustellen. Bis ich das erste Mal über die Feiertage arbeiten musste und nicht nach Hause fahren konnte. Da bekam ich von meiner Mutter, die der größte Weihnachtsfan ist, den ich kenne, eine kleine grüne Holztanne mit Platz für acht Kerzen. Sie unterstellte wohl, ich hätte so viele im Haus. Ich stelle das Holzbäumchen seither auf, wenn ich es in einem Jahr mal nicht zu meiner Familie schaffe.

 Jörn Kießler

Die Gurke

Es ist guter Brauch, dass wir uns in Deutschland eine Weihnachtsgurke an den Baum hängen. Und das Kind, das sie am Weihnachtsfest als erstes findet (denn sie ist ja nicht schlecht getarnt), bekommt ein zusätzliches Geschenk. Erst danach können wir mit dem Rest vom Fest beginnen. Das wussten Sie nicht? Ich auch nicht, bis ich es auf der Rückseite einer amerikanischen Weihnachtsgurkenpackung las. In New York gibt es einen Laden, der das ganze Jahr über Weihnachtsklimbim verkauft. In jenem Laden hatten die Gurken vor Jahren ein ganz eigenes Regal. Die Deutschen kauften sie wie blöd, sagte der Verkäufer. Ach, den Brauch gebe es gar nicht? Er zuckte mit den Schultern. Wir kauften natürlich auch eine, und nun hängt sie da jedes Jahr. Die amerikanischste deutsche Gurke der Welt.

Felix Harbart

Nur Glas

Schmuck muss dezent sein. Auch am Tannenbaum. Glitzerkram und Funkel-LEDs kommen bei uns nicht ins Haus. Wenn der seltsame Brauch des Weihnachtsbaums denn schon sein muss (natürlich „nur den Kindern zuliebe“), dann ohne viel Tand. Gläserne Kugeln und andere Glasfiguren, dazu Kristalle, die von einem alten Kronleuchter stammen, und natürlich ökologisch einwandfreie Bienenwachskerzen – das reicht, um Weihnachtsstimmung aufkommen zu lassen. Klar, auch das eine oder andere Schokoladen- und Marzipanstück hängt am Baum. Zumindest ganz am Anfang. Die süßen Sachen dezimieren sich meist recht schnell.

 Conrad von Meding

Die Strohhalmkette

Was für eine Mühe es für einen Fünfjährigen war, die Kette aus klein geschnittenen Strohhalmen und Goldpapier zu basteln, daran kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich weiß aber noch sehr gut, wie vor ungefähr 45 Jahren diese rund 1,50 Meter lange Weihnachtskette zum ersten Mal unseren Christbaum schmückte. Ich war ganz schön stolz. Während im Laufe der Jahre die Christbäume im elterlichen Haus alles mitmachten – von ersten, eher stotternden Gedichtversuchen der drei Brüder über ein quietschendes Blockflötenorchester bis zu spontan an Heiligabend mitgebrachten Freundinnen – eines blieb immer: die Kette am Christbaum. Sie war in der Familie Tradition geworden. Und sie hängt auch jetzt noch immer und jedes Jahr am Baum.

 Mathias Klein

Ohne Baum

Nein, auch dieses Jahr stellen wir kein Tannen- und Nadelzeugs in der Wohnung auf. Kein Baum, nirgends. Man könnte sagen: Seit die Kinder aus dem Haus sind, lohnt sich der ganze Aufwand nicht mehr. Vielleicht gibt es auch einige ökologische Gründe, die dagegen sprechen, eben noch lebendige Bäume per Kettensäge zum Tode zu befördern, statt sie ihre Aufgaben beim Klimaschutz tun zu lassen. Auch wäre die Behauptung eine Lüge, solch ein Baum wäre zu teuer und bloß ein weiteres Indiz für den Konsumterror, mit dem das kapitalistische Schweinesystem das Volk ruhigstellt. Die Wahrheit ist, dass es keine Kinder gibt, das Klima so einen gefällten Baum schon überleben dürfte und gegen selbst gewählten Konsumismus nichts einzuwenden ist. Aber einen Weihnachtsbaum ins Haus zu schleppen und wieder zurück, womöglich mit christlichem Tand zu schmücken, um hinterher die Nadelei wegzufegen, da fehlt doch die Lust. Wobei man sagen muss: Bei anderen Leuten sieht so ein Baum echt schön aus.

Gunnar Menkens

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