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Aus der Stadt So schön sind die Vierbeiner bei der Hundeschau
Hannover Aus der Stadt So schön sind die Vierbeiner bei der Hundeschau
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00:15 01.11.2016
Von Michael Zgoll
Bei der Hundeschau ist für jede Vierbeiner-Rasse etwas geboten.
Bei der Hundeschau ist für jede Vierbeiner-Rasse etwas geboten. Quelle: Kutter/M
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Hannover

Der Hund stammt von einem Raubtier ab. Daran erinnern in der Messehalle 21 die Rehohren mit Fell (1,50 Euro pro Stück). Oder, als alternative Naturkau-Produkte für das gezähmte Haustier, die Kalbshufe (50 Stück für 10 Euro), die Kopfhaut vom Rind (besonders günstig in der kleinen Sortierung) oder das Unterbein vom Pferd. Doch wahr ist auch: Der Hund ist eine Zierde. Für ihn kann der Besitzer das strassbesetzte Halsband kaufen. Das Luxus-Hundebett. Scheren, Striegel, Shampoos. Oder den Metro Master Blaster, den Hochleistungsfön fürs Hairstyling. Ein Fön für 410 Euro? Mancher Kunde scheut für seinen langhaarigen Liebling halt weder Kosten noch Mühe. Zu besichtigen ist dies an den zwei Tagen dieses Wochenendes, bei der Internationalen Zuchtschau und Rassehundeausstellung Hannover (IZH) auf dem Messegelände.

Alles rund um den besten Freund des Menschen gibt es am Sonnabend und Sonntag bei der Internationalen Rassehundeausstellung auf dem Messegelände zu sehen.

35 Jahre lang hat Jochen Rissmann die IZH organisiert. Nächstes Jahr will er sich schwerpunktmäßig um die Welthundeausstellung in Leipzig kümmern. Dort werden 28000 Vierbeiner erwartet – welch eine Zahl. Doch jetzt, in Hannover, geht es erst einmal um 2600 gemeldete Vierbeiner, mit Stammbäumen aus 220 Rassen. Von den menschlichen Besuchern werden sie reihenweise bestaunt und bewertet – von den Artgenossen eher beschnuppert und besprungen.

Für die zahllosen Besucherhunde ist dieser Ausflug natürlich ebenso aufregend wie für die Wertungskandidaten. Und schließlich streifen auch Eltern und Kinder durch die Gänge, die noch auf der Suche sind nach einem neuen Familienmitglied. Zu denjenigen, die gerne Brücken schlagen zwischen Züchtern und erfahrenen Haltern auf der einen sowie den Unentschlossenen auf der anderen Seite, zählen Margret Bullwinkel und Friedhelm Paul. Als Mitglieder des Verbands für das Deutsche Hundewesen (VDH) präsentieren sie die Info-Schau „Welcher Hund passt zu mir?“ Oder umgekehrt: „Zu welchem Hund passe ich?“

Doch auch wenn die Reinrassigkeit von Boxer und Briard, von Dogge und Dobermann oder Teckel und Terrier bei vielen Wettbewerben Voraussetzung ist: In einem aufgeklärten Gemeinwesen wird der gewöhnliche Mischling nicht ausgegrenzt. Er darf mitsamt seinem Besitzer bei „Hannover sucht den Supermix“ antreten. Hier machen „Hunde ohne von und zu“ auf sich aufmerksam. Ausgeschlossen von der Leistungsschau in Halle 21 sind lediglich taube und blinde Vierbeiner. Und auch bissige, trächtige oder mit Ungeziefer behaftete Hunde dürfen hier nicht hinein. Ob ihre Halter davon träumen, dass ihr Tier einmal den Titel eines „Internationalen Schönheitschampions“ gewinnt? Oder wenigsten die deutsche Veteranenmeisterschaft?

Das Showprogramm in der luftigen Halle lockt mit Hunde-Frisbee. Dog Dancing. Oder mit Schafen. Anke Wulfes hat eine kleine Gruppe von ausstellungserprobten Pflanzenfressern um sich geschart, demonstriert die Aufgaben eines Hütehundes am lebenden Objekt. Hunderte von Besuchern bewundern die Zusammenarbeit von Mensch und Tier, bei diesen Vorstellungen im Vorführ-Karree ist immer volles Haus. 2015 wurde die Rassehunde-Ausstellung in Hannover von 17.000 Menschen besucht. Dieses Jahr dürften es kaum weniger werden.

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