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Aus der Stadt Sorge um Tuberkulose-Welle in Hannover
Hannover Aus der Stadt Sorge um Tuberkulose-Welle in Hannover
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20:26 22.03.2015
Von Conrad von Meding
Tuberkulose sei „auch heute noch die weltweit häufigste zum Tode führende behandelbare bakterielle Infektionskrankheit bei Jugendlichen und Erwachsenen“, sagt Mustafa Yilmaz, Leiter des Fachbereichs Gesundheit der Region Hannover.
Tuberkulose sei „auch heute noch die weltweit häufigste zum Tode führende behandelbare bakterielle Infektionskrankheit bei Jugendlichen und Erwachsenen“, sagt Mustafa Yilmaz, Leiter des Fachbereichs Gesundheit der Region Hannover. Quelle: Symbolbild
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Hinzu komme eine hohe Dunkelziffer.Das berichtet Ange Hanke-Lensing, Leiterin des Regionsteams Tbc-Infektionsschutz. Tuberkulose sei „auch heute noch die weltweit häufigste zum Tode führende behandelbare bakterielle Infektionskrankheit bei Jugendlichen und Erwachsenen“, sagt Mustafa Yilmaz, Leiter des Fachbereichs Gesundheit der Region Hannover. Die Krankheit wird durch erregerhaltige Tröpfchen übertragen. Nur bei 5 bis 10 Prozent der Infizierten bricht die Krankheit aus. Dennoch ist Tuberkulose neben HIV und Malaria die Krankheit, die weltweit die meisten Todesopfer fordert.

Im vergangenen Jahr seien regionsweit 66 Fälle von Tuberkulose-Erkrankung registriert worden, sagt Hanke-Lensing. Damit habe der Wert etwa im Schnitt der Vorjahre gelegen. Durch den Zuzug von Menschen aus Regionen, in denen Tuberkulose stärker verbreitet ist, steige jedoch das Ansteckungsrisiko.

Menschen, die bereits ein geschwächtes Immunsystem haben, stehen besonders in dem Risiko, sich an offener Tuberkulose anzustecken. Bei der Diagnose hat mittlerweile neben der Röntgenuntersuchung und dem Nachweis der Bakterien in einem Abstrich vor allem die Blutuntersuchung ihren festen Stellenwert.

Die Krankheit äußert sich allerdings nicht durch bestimmte Merkmale, sondern durch allgemeine Beschwerden wie Husten, Appetitlosigkeit, Müdigkeit und vermehrte Schweißbildung. Treten solche Beschwerden über einen längeren Zeitraum auf, sollte ein Arzt oder die Tuberkulose-Beratungsstelle im Haus der Region aufgesucht werden. Sie ist über Telefon (05 11) 61 62 28 88 erreichbar.

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