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Aus der Stadt So viel Arbeit hat die Polizei durch 96-Spiele
Hannover Aus der Stadt So viel Arbeit hat die Polizei durch 96-Spiele
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00:15 06.01.2017
Bereitschaft im Ultra-Fanblock: Die Rückkehr der aktiven Fanszene in die HDI-Arena hat sich bei der Polizei bemerkbar gemacht. Quelle: Burkert (Archiv)
Hannover

Auch die Konflikte rund um Pyrotechnik haben in der Spielzeit, an deren Ende der Abstieg aus der Bundesliga in die Zweite Liga stand, im Vergleich zur vorangegangenen Saison drastisch zugenommen. Mit 37 Fällen hat die Polizei zweieinhalbmal so viele Verfahren wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz eingeleitet wie im Vorjahr, die Zahl der Beschlagnahmungen von Pyrotechnik ist sogar von sieben auf 28 und damit um ein Vierfaches gestiegen.

Mehr Personalstunden

Trotzdem ist die Zahl der Verletzten gesunken. Statt 32 zählte die Polizei in der abgelaufenen Saison nur 28 Verletzte. Durch Pyrotechnik und Reizgas wurde niemand verletzt – anders als im Vorjahr. Das geht aus Zahlen der Polizeidirektion Hannover vor, die diese für das niedersächsische Innenministerium veröffentlicht hat.

17 Spiele in der HDI-Arena hatte die Polizei in der Saison 2014/2015 begleiten müssen, ein Jahr später waren es 18 Partien. Rund 24.300 Personalstunden leisteten die Polizisten in der Saison 2014/2015, um Heimspiele von Hannover 96 zu sichern. Ein Jahr später waren es 27.829 Stunden. Polizeisprecher Thorsten Schiewe zufolge ist die Rückkehr der 96-Ultras ins Stadion der Grund dafür. Ein großer Teil der aktiven Fanszene hatte die Spiele 2014 boykottiert, um gegen Clubchef Martin Kind zu protestieren. Anfang 2015 feuerten sie die Mannschaft dann wieder im Stadion an. „Das hatte Auswirkungen auf die Einsatzbewältigung und den damit verbundenen Kräfteansatz“, sagt Schiewe. 400 Anhänger des Fußballvereins ordnet die Polizei derzeit der gewaltbereiten Szene zu.

Das Engagement der Ultras in der HDI-Arena hatte auch Auswirkungen auf die Polizeistatistik zum Thema Pyrotechnik. So leitete die Polizei 2014/2015 14 Strafverfahren wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz ein, im Jahr darauf waren es 37. Die Zahl der Verletzten ist dagegen rückläufig. Wurden in der Saison 2014/2015 noch 32 Fans verletzt, darunter 21 Unbeteiligte, waren es im Jahr darauf 26 Verletzte, 17 davon Unbeteiligte.

Anstieg der Stadionverbote

Zwei Fans erhielten 2014/2015 Stadionverbote – aber nur für die HDI-Arena. In der folgenden Saison durften erneut zwei Fans nicht in die Arena, zehn weiteren war der Stadionbesuch jedoch bundesweit verboten. Auffällig ist auch die Zahl der freiheitsentziehenden Maßnahmen, die von 146 auf 413 gestiegen ist. Das ist nach Angaben von Polizeisprecher Schiewe jedoch nicht auf ein verändertes Einsatzkonzept zurückzuführen. Vielmehr sind zwei Partien der Grund, bei denen Fan­gruppen beider Lager negativ aufgefallen sind. Bei der Partie gegen Werder Bremen am 3. Oktober 2015 wurden insgesamt 166 Fans festgesetzt, beim Spiel gegen Eintracht Frankfurt waren es 165 Fans.

Isabel Christian

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